Einblicke auf der Okeler Anlage

Golf – alles andere als ein Altherren-Sport

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Golflehrer Frank Göbel zeigt Schülerin Nora die richtige Haltung beim Abschlag.

Okel - Von Tobias Kortas. Jacqueline konzentriert sich, hält den Putter, einen Golfschläger zum Einlochen, fest umklammert, schlägt gefühlvoll den Ball und trifft das Loch auf Anhieb. „Ihr seid alle große Putt-Talente“, lobt Jörg Widdra, Jugendwart beim Golfclub Syke, sie und die anderen sieben Mädchen, die in einem Kreis um das Loch stehen.

Insgesamt 23 Fünftklässler der Realschule sind, aufgeteilt in drei Gruppen, für einen Schnuppertag auf dem Golfplatz unterwegs. Sie alle haben Interesse an einer Golf-AG, die Lehrer Johannes Hermes nach den Sommerferien für die dann sechsten Klassen ins Leben rufen möchte. Die Schüler bekommen nicht nur einen Eindruck vom Golfspiel, sondern messen sich auch in einem Wettbewerb, der Fähigkeiten wie Ballgefühl, Koordination, das Gefühl für Entfernungen und die Balance prüft. Zudem zeigt Club-Managerin Janine Enz den Kindern das kurze Spiel, während Golflehrer Frank Göbel ihnen das lange Spiel, also Abschläge beibringt. Auf diesem Gebiet waren Jacqueline und ihre Freundin Chiara schon ziemlich erfolgreich. Während Jacqueline den Ball 80 Meter weit schlägt, bringt es Chiara auf 75 Meter.

Beide haben Spaß am Golfen gefunden und sich auch schon für die Arbeitsgemeinschaft angemeldet, die die Realschule im nächsten Schuljahr in der siebten und achten Schulstunde anbieten möchte. „Mein Opa spielt Golf, und ich wollte es auch einfach mal ausprobieren“, erzählt Chiara. Jacqueline hat von der Feuerwehr aus schon mal Minigolf gespielt und sich daraufhin genau wie ihre Freundin sofort für den Schnuppertag gemeldet.

Dass der Golfclub den Schülern das Spielen auf dem Parcours näher bringen möchte, hat einen guten Grund. „Wir und der Deutsche Golfverband möchten zeigen, dass Golf kein Altherren-Sport ist“, erklärt Jörg Widdra. Folglich sollen vor allem Kinder und Jugendliche an diesen Sport herangeführt werden. „Der Deutsche Golfverband bezuschusst solche Projekte und beteiligt sich so an den Fahrt- und Trainerkosten“, berichtet der Jugendwart. Zurzeit laufe noch das Anmeldeverfahren für den Zuschuss. „Wenn das erstmal durch ist, geht es recht zügig mit der AG.“

Zwölf Sechstklässler dürfen nach den Sommerferien das Golfspiel von der Pike auf lernen. „Die Zahl hat uns der Golfclub vorgegeben“, sagt Lehrer Johannes Hermes, der schon reichlich Anmeldungen hat. Dabei geht es auch um Sicherheit. „Golfen kann gefährlich sein, vor allem wenn die Bälle an der Driving Range lang werden“, meint Jörg Widdra.

Feuer und Flamme für Golf sind auch die Klassenkameraden Paul und Jannis. „Ich habe vor drei Jahren schon mal eine zeitlang Golf gespielt“, erzählt Jannis. Nun möchte er wieder damit anfangen – und hat Paul gleich mitgerissen. „Das hat heute sehr gut geklappt, und wir haben tolle Sachen gemacht“, sagt der. Er will sogar Mitglied im Golfclub werden. Sönke hat auch seinen Spaß am Golfen gefunden. „Das ist ganz cool – wenn ich bei der AG mitmachen kann, freue ich mich“, betont er. Der Abschlag sei zuerst ziemlich schwierig gewesen. „Aber dann wurde es immer leichter.“

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