3,1 Millionen Euro Kosten

Goldhort-Museum Syke: Vorbereitungen für Neubau laufen

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Die Fläche für das neue Goldhort-Museum hinter dem Kreismuseum ist schon weitgehend freigeräumt.

Syke - Von Heinrich Kracke. Der Bauzaun ist aufgestellt, die Syker Schwimmbad-Besucher werden in der kommenden Saison auf ihren Basketball-Korb verzichten müssen, Bäume sind auch schon gefällt. In Syke zeichnet sich die prominenteste Baustelle der nächsten anderthalb Jahre ab. Das Goldhort-Museum wird auf dem Gelände des Kreismuseums errichtet.

„Schon im April sollen die eigentlichen Arbeiten beginnen,“ sagt Mischa Flaspöhler aus der Diepholzer Kreisverwaltung. Zuvor aber sind eine Reihe verwaltungstechnischer Vorarbeiten zu erledigen. Und über allem schwebt die bange Frage: Kann der Finanzrahmen von rund drei Millionen Euro gehalten werden? Antworten will er bis zum Monatsende geben.

Völlig ausgeschlossen ist eine weitere Kostensteigerung nicht. Die Ursache liegt im bisherigen Ergebnis der Ausschreibungen. In diesem Punkt erlebte die Kreisverwaltung genau das Gegenteil dessen, was ihr beim Architektenwettbewerb widerfuhr. Da war sie ursprünglich davon ausgegangenen, rund 40 Gestaltungsvorschläge würden eingehen, wenn überhaupt. 

Tatsächlich aber türmte sich am Ende nahezu das Dreifache an wunderschönen Entwürfen auf den Schreibtischen. Allein das Auswerten der Wettbewerbsbeiträge verursachte Mehrkosten in Höhe von über 100.000 Euro.

Wenig Resonanz auf Ausschreibungen

Bei der Ausschreibung der einzelnen Gewerke vom Betonbau bis zur Heizungsinstallation fiel die Resonanz spärlich aus. Überraschend kommt das nicht. „Ein Zeichen für die gute Auftragslage am Bau,“ sagt Flaspöhler. Immerhin gingen überhaupt Angebote für jedes ausgeschriebene Detail ein. „Mal waren es zwei, mal fünf.“ Darunter unter anderem auch von Herstellern der Spezialziegel, die dem Goldhort-Museum ein Alleinstellungsmerkmal bescheren sollen. 

Nahezu die gesamte Außenhaut bis hoch zum Dachfirst wird mit diesen Ziegeln gestaltet, die wie Dachpfannen in ein Tragwerk eingehängt werden. Rund 30.000 Quadratmeter werden benötigt, so viel wie ein halbes Fußballfeld. Gegenwärtig befinden sich die Angebots-Eingänge in der Submission, im Vergabe-Verfahren also.

Bereits im vergangenen Frühsommer waren die Baukosten um rund 20 Prozent nach oben korrigiert worden. Stand zum Beginn der Planungen im Jahr 2013 ein Volumen von 2,5 Millionen Euro zur Disposition, so sind es aktuell 3,1 Millionen Euro. Die Kreispolitik durfte die Baukostenexplosion seinerzeit guten Gewissens durchwinken. Unter anderem, weil sich die Spendenbereitschaft höchst positiv entwickelt hatte. Anfangs waren rund 100.000 Euro an freundlichen Zuwendungen kalkuliert, schon vor knapp einem Jahr kratzte die Spendierfreude an der Millionen-Grenze.

Kreispolitik genehmigt Kostensteigerung

Bereits im vergangenen Frühsommer waren die Baukosten um rund 20 Prozent nach oben korrigiert worden. Stand zum Beginn der Planungen im Jahr 2013 ein Volumen von 2,5 Millionen Euro zur Disposition, so sind es aktuell 3,1 Millionen Euro. 

Die Kreispolitik durfte die Baukostenexplosion seinerzeit guten Gewissens durchwinken. Unter anderem, weil sich die Spendenbereitschaft höchst positiv entwickelt hatte. Anfangs waren rund 100.000 Euro an freundlichen Zuwendungen kalkuliert, schon vor knapp einem Jahr kratzte die Spendierfreude an der Millionen-Grenze.

Einweihung für Sommer 2019 geplant

Derweil steht der Zeitplan bis zur Fertigstellung des 15 Meter hohen Goldhort-Museums bereits fest. „Wir gehen ab April von einer etwa einjährigen Bauzeit aus,“ sagt Flaspöhler, „ab April nächsten Jahres sollen dann die künstlerischen Einbauten erfolgen. Dafür ist ungefähr ein Vierteljahr vorgesehen.“ Im Sommer 2019 ist die Einweihung geplant. Zu sehen sind dann im Wechsel Bestandteile des 117 Exponate umfassenden „Gesseler Goldhortes“ sowie Funde im Rahmen des Gaspipelinebaus aus dem Jahr 2011.

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