Aber 800.000 Euro Spenden-Zusagen

Goldhort-Museum kostet halbe Million Euro mehr

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Das Siegermodell des Architekten-Wettbewerbs: Der Monolith des Architektenbüros Freitag-Hartmann-Sinz aus Berlin soll am Kreismuseum in Syke den Gesseler Goldhort und die Pipeline-Archäologie präsentieren. 

Syke - Von Anke Seidel. Das Museums-Projekt Gesseler Goldhort wird deutlich teurer als geplant: Mehr als eine halbe Million Euro – exakt 556.493 Euro – muss der Landkreis zusätzlich ausgeben, um den geplanten Komplex am Kreismuseum in Syke realisieren zu können. Ohne Diskussion stellten sich alle Fraktionen des Kreistags am Montag hinter das Konzept – und segneten die neue Kostenkalkulation einstimmig ab. Denn die Mehrausgaben waren nachvollziehbar.

Dass der Landkreis knapp 100.000 Euro (exakt 97.267 Euro) mehr als gedacht für den Architekten-Wettbewerb ausgeben muss, lag an der großen Resonanz auf die Ausschreibung. Statt der erwarteten 40 Fachbüros hatten sich 115 daran beteiligt – fast dreimal so viele.

Verschiedene Faktoren, so bilanzierte die Kreisverwaltung, lösten bei den Baukosten ein Plus von 313.000 Euro aus. Anders als erhofft, muss beispielsweise eine zweite Lüftungsanlage installiert werden, um die klimatischen Vorgaben für die Ausstellungsstücke einhalten zu können. Außerdem stellt der Boden, der buchstäblich für das Bauprojekt bereitet werden muss, deutlich mehr Anforderungen als gedacht. Und: „Nicht in der ursprünglichen Planung berücksichtigt waren die Kosten der kuratorischen Beratungsleistungen für das Ausstellungskonzept und für dessen Umsetzung in der weiteren Planung.“ Die Folge war ein Kosten-Plus von 140.000 Euro.

Unter dem Strich muss der Landkreis nun 3,14 Millionen Euro statt der geplanten 2,58 Millionen Euro ausgeben. Doch für das Projekt liegen bereits Spenden-Zusagen von 800.000 Euro vor – davon jeweils 200.000 Euro von den Energieversorgern EWE und Avacon sowie 400.000 Euro von den „Freunden des Syker Kreismuseums“. Außerdem leisten die Kulturbetriebe des Landkreises Schützenhilfe. Aus den Rücklagen der Kreismusikschule fließen 531.000 Euro in den Bau, aus denen der Volkshochschule sogar 1,27 Millionen Euro und aus Eigenmitteln des Kreismuseums kommen noch einmal 580.000 Euro dazu.

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