Viele Fahrer ignorieren Regelung

Glockenstraße Einbahnstraße? Nicht für jeden!

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Die Einbahnregelung in diesem Teil der Glockenstraße gilt bereits seit geraumer Zeit wieder. Dennoch fahren weiterhin viele Autofahrer „falsch herum“ in die schmale Straße.

Barrien - Von Frank Jaursch. Das Nadelöhr hat ausgedient: Die Glockenstraße war während der langen B 6-Sperrung in Barrien die einzige Verbindung zu den Einzelhändlern an der Bundesstraße. Zu diesem Zweck wurde sogar eine Einbahnregelung aufgehoben.

Nun läuft's wieder auf der B6, die Einbahnstraße gilt wieder. Nur scheint das keinen zu interessieren: Nach wie vor fahren viele Autofahrer von der „falschen“ Seite in die Glockenstraße. Mit großem Interesse hatte die Stadt die Zustände während der B 6-Sperrung beobachtet. Auf Anregung von Anwohnern hatte sie die Regelung aufgehoben, sich aber bei einer Überlastung vorbehalten, die Öffnung wieder zurückzunehmen. Der Verkehrsfluss belastete die Straße bis über die Grenzen hinaus; mangels Alternativen blieb die Straße aber von beiden Seiten geöffnet. „Wir waren froh, als die Baumaßnahme an der B 6 beendet war“, so Söchtig.

Wochenlang hatte ein Plastiksack das Verkehrszeichen 260 („Verbot für Krafträder, Kleinkrafträder und Mofas sowie sonstige mehrspurige Kraftfahrzeuge“) verdeckt. Mittlerweile ist der längst verschwunden, das Schild neben dem Alten Pfarrhaus deutet wieder unmissverständlich darauf hin, dass hier kein Durchkommen ist.

„Das ist natürlich ein absolutes No-Go“

Oder besser: sein sollte. Denn so mancher Autofahrer hat sich offenbar so sehr an die Strecke gewöhnt, dass sie weiter genutzt wird. Eine Stichprobe am frühen Nachmittag ergab: In zehn Minuten nutzten neun (!) Autofahrer die Glockenstraße falsch herum.

„Das ist natürlich ein absolutes No-Go“, betont Freya Söchtig vom Ordnungsamt der Stadtverwaltung. Sie weist darauf hin, dass die Stadt für den fließenden Verkehr nicht zuständig sei. Doch den Hinweis auf diese wiederholten Ordnungswidrigkeiten „geben wir natürlich an die Polizei weiter“.

Wer von der Polizei bei der falschen Einfahrt erwischt wird, muss zahlen: 25 Euro kostet das Befahren einer Einbahnstraße in falscher Richtung.

Dieses Risiko nehmen – zumindest bislang – offenbar viele Verkehrsteilnehmer in Kauf. „Das hat doch auch in den vergangenen Wochen ganz gut geklappt“, kann man argumentieren. Doch Freya Söchtig betont, dass eine dauerhafte Auflösung der Einbahnregelung kein Thema sei. „Das gibt die Straße gar nicht her. Dafür ist sie viel zu lang, und die Sicht ist auch nicht wirklich optimal.“

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