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Barrier Wassermühle ist ein Gewinn für Syke und die Region

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Mit regelmäßigen Mühlentagen macht der Förderverein der Barrier Wassermühle auf das technische und kulturelle Erbe aufmerksam. 

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. Am Sonntag war „Dididoktor“ Diedrich Heumann, „der singende Landarzt“ aus Lahausen zu Gast in der Barrier Wassermühle. Viele Besucher wollten seine hoch- und plattdeutschen Lieder hören und sich an seinen Geschichten und Gedichten erfreuen. Er verteilte Liederzettel unter den Gästen, sang mit ihnen und erzählte, wie er durch den Kauf eines Weihnachtsbaumes zum „Schwiegermutter-Liebling“ wurde.

Schon zum 14. Mal war der „Förderverein der Barrier Wassermühle“ am Sonntag Gastgeber bei einem Mühlentag, der an jedem dritten Sonntag im Monat veranstaltet wird. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wassermühle als technisches Denkmal, aber auch als kulturellen Mittelpunkt für Barrien zu erhalten.

Nach Aussage des Vorsitzenden Alfred Tegtmeier gehören dem Verein inzwischen 30 Mitglieder an, die sich in unterschiedlichster Form engagieren. Sie packen bei der Pflege der Außenanlagen mit an, backen Kuchen für die Mühlentage und kümmern sich um kulturelle Beiträge.

Kulturelle Veranstaltungen in der Mühle sehr gut besucht

Gegenwärtig ist der Wassereinlauf zum Mühlrad, jahreszeitlich bedingt, ständig durch Zweige und Laub verstopft. Auch das als Denkmal uralter Wasserbaukunst neben der Mühle ausgestellte Sandsteingerinne muss regelmäßig freigeschnitten und gepflegt werden.

Natürlich bemüht sich der Förderverein auch um Unterstützung durch den Bauhof der Stadt Syke, schließlich ist die Wassermühle auch überregional ein bedeutender Werbeträger für die Stadt Syke.

Die Besitzerin der Mühle, Christiane Palm-Hoffmeister, freut sich natürlich ganz besonders darüber, dass die kulturellen Veranstaltungen in der Mühle sehr gut besucht werden. Dazu zählen die vielen Highlights, die der Verein „Rüttelschuh“ seit Jahrzehnten mit einer Vielfalt an Konzerten, Kabarett und Kleinkunst präsentiert. Dazu zählen aber auch die Beiträge heimischer Künstler im Rahmen der regelmäßigen Mühlentage. Von Puppentheater bis Weltmusik, von Matt & Basti, Jens Schöwing bis Dididoktor Heumann unterhielten sie die Gäste und verzichteten auf ihre Gage.

Eindrucksvolle handgemachte hölzerne Zahnräder

Der Erlös aus dem Verkauf der von den Fördervereinsmitgliedern gebackenen Torten und Kuchen fließt ungeschmälert in die Vereinskasse; sogar die Bedienung wird von Mitgliedern übernommen.

Die Jahrhunderte alte Wassermühle hat nicht nur eine große geschichtliche Bedeutung, sie ist auch ein technisches Kulturdenkmal. Die alten, eindrucksvollen handgemachten hölzernen Zahnräder, die Mühlsteine – natürlich mit dem „Rüttelschuh“ - und das Mühlrad sind sehenswert. Hinzu kommt aber noch das 1996 von Studenten der Hochschule Bremen unter der Leitung von Andreas Stellmann gebaute Elektrizitätskraftwerk, das über das Mühlrad Strom erzeugt. Bei den Mühlentagen ist auch Andreas Stellmann fast regelmäßig zu Gast in Barrien und erklärt auf Wunsch Interessierten die Funktion der Anlage. Für Gruppen und Klassen können Sonderführungen vereinbart werden.

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