CDU und FWG stimmen für Festsetzung von Bodenpreisen

Gewerbefläche bleibt günstig

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Die Bodenpreise im Gewerbegebiet am Bahnhof halten SPD, Linke und Grüne für zu günstig. Dort sollen sich einmal finanzstarke Unternehmen ansiedeln. Die dürften sich über den aktuellen Beschluss des Stadtrats freuen.

Syke - Von Robin Grulke. „Wann ist die Krippe am Hallenbad fertig?“ Gegen Ende der Stadtratsitzung am Donnerstag richtete Heinfried Schumacher seine Frage an Bürgermeisterin Suse Laue. Die Mobil-Kita, die nach Angaben von Laue den Namen Konfetti tragen soll, wird nicht wie geplant im August stehen, ernüchterte die Bürgermeisterin. Erst Anfang Oktober sei sie bereit, drei Krippengruppen zu beherbergen. Das war bereits die zweite Enttäuschung, die Schumacher und SPD, Linke und Bündnis90 / Grüne an diesem Abend hinnehmen mussten.

Die Verwaltung hatte den Vorschlag in den Rat gebracht, den Bodenwert im Gewerbegebiet hinter dem Bahnhof für fünf Jahre festzulegen. Der Gesamtkaufpreis bewegt sich in einem Fenster zwischen rund 35 und 50 Euro pro Quadratmeter. Das Problem, das SPD, Linke und Grüne damit haben, brachte Heinz-Jürgen Michel (B90/Grüne) auf den Punkt: „Wir wollen gute Betriebe bei uns und das Ackerland nicht verschleudern!“ Anders gesagt: Die veranschlagten Preise seien einfach zu niedrig.

„Richtiger Schritt für die Wirtschaft in Syke“

Wilken Hartje (CDU) kommentierte Michels Kritik kaum und sagte lediglich, dass die Festlegung der Bodenpreise „ein richtiger Schritt für die Wirtschaft in Syke“ sei. Er wolle es finanzstarken Unternehmen nicht zu schwierig machen, sich in Syke anzusiedeln. Am Ende sei es außerdem der Rat, der entscheide, wer die Flächen kaufen darf.

Jutta Filikowski (B90/Grüne) konterte: „Wenn wir finanzstarke Unternehmen haben, sollten die auch einen höheren Preis bezahlen können.“ Klingt logisch, brachte aber nicht viel. CDU, FWG und Verwaltung überstimmten SPD, Grüne und Linke. So sind die Preise bis 2022 beschlossene Sache.

Im weiteren Verlauf der Sitzung verwiesen die Ratsmitglieder noch diverse Themen in die zuständigen Ausschüsse. Neben der Kita an der Heiligenfelder Königstraße beispielsweise noch die Themen Baugebiete in der Innenstadt und Mitfahrer-App. Eine App fürs Smartphone soll Bürger zusammenbringen, die dasselbe Ziel haben – vorwiegend in Bereichen, in denen der Bürgerbus nicht fährt.

Neue Fachbereichsleiter

Bürgermeisterin Suse Laue stellte außerdem noch zwei mehr oder weniger neue Fachsbereichsleiter vor: Ab Oktober leitet Claudia Prößler den Fachbereich 2 (Bildung und Generationen) und löst damit Delia Krämer ab. Prößler war bislang als Sachbearbeiterin für die Verwaltung tätig. Ordnungsamtsleiter Horst Meyer räumt Ende Dezember seinen Stuhl und macht Platz für Monique John. John freut sich nach der Tätigkeit als Anwältin und Leiterin einer Zulassungsstelle auf die Aufgaben in Syke.

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