Vortrag über Ernährung im Alter 

Gesund muss nicht teuer sein

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Haushalts- und Ernährungswissenschaftlerin Dorothee Seelhorst sprach in der Alten Posthalterei über gesunde Ernährung im Alter. 

Syke - Von Dieter Niederheide. „Was ist gesund?“ Diese Frage könnte man im Grunde einfach mit „Viel trinken, gesund essen“ beantworten. Nur: Ganz so einfach ist es denn doch nicht. Viel frische Luft und Bewegung gehören auch dazu, um im Alter noch einigermaßen fit zu sein. Das ist das Ergebnis eines Vortrags der VHS in Kooperation mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt der Stadt.

Mit einigen Lebensmitteln und der Ernährungspyramide im Gepäck war Dorothee Seelhorst von der Verbraucherzentrale Niedersachsen nach Syke gekommen. Sie gab ihren Zuhörern in der Alten Posthalterei eine Reihe von Anregungen in Sachen Ernährung im Alter. Die diplomierte Haushalts- und Ernährungswissenschaftlerin brachte unter anderem näher, dass eine gesunde Er nährung nicht teuer sein muss. Und dass eine gesunde Ernährung nicht schmeckt, stimmt so auch nicht.

Einer ihrer Ratschläge war, sich zur gesunden Ernährung frischer regionaler Produkte der Saison zu bedienen. Als das beste Lebensmittel führte die Referentin Leitungswasser an.

Der Wunsch aller sei, alt zu werden und dabei fit und aktiv zu bleiben. Dem stehe gegenüber, dass der Lebensstil Übergewicht verursacht. Sie führte vier Kern-Elemente an: 3,5 Stunden Bewegung in der Woche, gesunde Ernährung, nicht rauchen sowie Normalgewicht.

Anhand einer schematischen Ernährungspyramide sowie mit Trinkgläsern, die ans ausreichende Trinken erinnern, erläuterte Seelhorst den Aufbau einer gesunden Ernährung, in der Obst und Gemüse das Fundament darstellen. Die Spitze der Ernährungspyramide, in der Fleisch, Fisch und Milchprodukte nicht fehlen, bilden Süßigkeiten und ein Glas Rotwein.

Immerhin: Bier zählt zu den erlaubten Flüssigkeiten, bei zu viel Kaffee drohe dem Körper hingegen Wasserentzug, so die Vortragende. Ein gewichtiger Hinweis aus berufenem Munde kam zum Thema Mindesthaltbarkeitsdatum. Klare Ansage ihrerseits: „Wo haltbar bis 19. 10. draufsteht, muss das nicht am 20. sofort entsorgt werden“. Sie gestand: „Ich achte nicht auf das Haltbarkeitsdatum.“ Und ihr Rat: „Vertrauen Sie ihrem Geschmackssinn.“

Spannend wurde es, als Dorothee Seelhorst zum Test von Säften, Käse oder Brotsorten einlud. Gar nicht so einfach herauszuschmecken, was welche Sorte ist. Etwa, welches von zwei Stücken Brot das Vollkornbrot ist. Immerhin: Die meisten schmeckten es am Ende doch heraus. Mit Apfelringen, Gemüsesaft oder vegetarischem Brotaufstrich ließ Seelhorst die Geschmäcker weiter testen.

Die Frauen und Männer machten begeistert mit, hatten viele Fragen, steuerten eigene Erfahrungen bei und bekamen am Ende von der Referentin Lob: „Sie waren sehr lebhaft dabei.“

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