Gebrauchtes wechselt beim 20. Wachendorfer Kuddelmuddel-Markt den Besitzer

Gut gestärkt lässt es sich eben besser feilschen

Gucken, stöbern, feilschen, kaufen – die Herbstauflage des Kuddelmuddel-Markts lockte am Sonntag wieder zahlreiche Besucher auf die Festwiese am Dorfgemeinschaftshaus. - Foto: Husmann

Wachendorf - Von Anika Bokelmann. Die Festwiese am Dorfgemeinschaftshaus in Wachendorf gehört der Stadt Syke. Die örtlichen Vereine kümmern sich darum, dass sie in Schuss bleibt.

So haben Mitglieder des Bürgervereins und dessen Förderer schon vor Wochen mit den Arbeiten begonnen: Rasenmähen und Pläne entwerfen. Nur so war es möglich, dass am Sonntag der Kuddelmuddel-Markt im Herzen Wachendorfs zum Anziehungspunkt von Schnäppchenjägern und Ausflüglern wurde.

Seit sechs Jahren veranstalten die Förderer des Bürgervereins den großen Trödelmarkt sogar zweimal im Jahr. Jeweils im Mai und im September kommen in den frühen Morgenstunden zahlreiche Privatpersonen, um ihre Stände aufzubauen.

„Wenn wir um 7 Uhr den Platz freigeben, haben sich schon Autoschlangen auf der Straße gebildet“, berichtete Johann Meyer. Der Kassenwart des Vereins freute sich am Sonntag über die rund 150 private Händler, die bei der 20. Auflage des Trödelmarktes diverse Artikel zum Verkauf anboten. Aus dem gesamten Landkreis, aus Delmenhorst, Nienburg und Bremen waren sie gekommen, mit vollen Kofferräumen und Anhängern mit gut erhaltenen Dingen, die sie selber nicht mehr benötigten.

Für die Veranstalter um Manfred Rinas und Hans-Hermann Lindhorst gingen die Vorbereitungen schon lange vor Marktbeginn los. Während die Wiese Wochen vorher zurechtgemacht wurde, kamen die rund 15 fleißigen und ehrenamtlichen Helfer am Freitag zusammen, um die Tische im Dorfgemeinschaftshaus aufzustellen. Dort gibt es zu Beginn des Markts stets ein großes Frühstücksbuffet.

Eigens für die selbst gemachten Cremes, Salate und frischen Brötchen mit Kaffee, Saft und Tee kamen wieder einige nach Wachendorf – „eine Tradition“, so ein Mann aus Twistringen. „Heute Morgen haben wir mit rund 100 Personen hier zusammengesessen“, sagte Johann Meyer.

Gut gestärkt schlenderten die Besucher anschließend über die Festwiese, nahmen Trödel und Antikes in Augenschein und feilschten um den Preis. Unzählige Artikel – vom Buch über Kleidung und Geschirr bis hin zu Fahrrädern, Werkzeug, Pflanzen und Marmeladen sowie Elektroartikeln – wechselten gegen kleines Geld den Besitzer.

„Unser Markt ist ausschließlich für Privatpersonen, die Gebrauchtes anbieten. Der Verkauf wird hier als Hobby gesehen“, unterstrich Meyer. Gerade deshalb würden viele Standbesitzer die gemeinschaftliche Atmosphäre des Marktes loben.

Ortseigener Kalender soll erscheinen

„Am Ende steht und fällt der Kuddelmuddel-Markt mit dem Wetter“, wissen die Veranstalter und freuten sich bei der 20. Auflage über Sonne und angenehme Temperaturen. Davon profitierten am Nachmittag auch die Musiker der Brassband. Nach einigen Veränderungen innerhalb der Gruppe trat die Wachendorfer Formation unter Leitung von Matthias von Rüsten wieder am DGH auf. Ferner versorgten sie die Besucher mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen und Torten, was abermals zahlreiche Familien aus in den kleinen Ort lockte.

Den Überschuss aus Frühstücksbüfett und Standgeld investiert der Wachendorfer Bürgervereins nach dem Herbst-Kuddelmuddel-Markt in die Erstellung eines ortseigenen Kalenders für 2018 sowie in die Neuauflage der Dorfchronik. „Von den 400 Exemplaren, die wir im vergangenen Jahr aufgelegt haben, sind keine mehr da“, sagte Johann Meyer.

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