Gemeinsam macht stark

Barrier Kirchengemeinde diskutiert Verband mit Syke und Heiligenfelde

Um die 50 Besucher diskutierten im Hachehuus, wie sich die drei Syker Kirchengemeinden in Zukunft aufstellen könnten.
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Um die 50 Besucher diskutierten im Hachehuus, wie sich die drei Syker Kirchengemeinden in Zukunft aufstellen könnten.

Barrien – Rund 100 000 Euro weniger für Personal: Das erwartet die drei Kirchengemeinden Syke, Barrien und Heiligenfelde spätestens ab 2028. Unterm Strich heißt das: Eine Pastorenstelle und eine halbe Diakonenstelle weniger als jetzt. Wie damit umgehen? Das war am Freitagabend Thema der Diskussionsveranstaltung im Hachehuus, zu der der Barrier Kirchenvorstand eingeladen hatte. Gut 50 Teilnehmer waren gekommen, auch aus den beiden anderen Kirchengemeinden.

„Wenn wir das weiter machen, was wir immer machen, kommen wir nicht mehr klar“, fasste Kirchenvorstand Hartwig Seevers die Lage zusammen. Die drei Kirchengemeinden haben aktuell zusammen 4,75 Pastorenstellen und eine Diakonenstelle. In Zukunft sollen es nur noch 4,0 Pastorenstellen und eine halbe Diakonenstelle sein. Das würde Barrien besonders treffen: Die Dreiviertelstelle und die Diakonenstelle sind offiziell dort angesiedelt.

„Wir wollen auf jeden Fall die Jugendarbeit behalten“, fasst Seevers die Meinung des Kirchenvorstands zusammen. „Und wir wollen die Seelsorge erweitern.“ Dazu kommen die regulären kirchlichen Aufgaben wie Taufen, Trauungen und Beerdigungen. Wenn die Kirche das in Zukunft mit weniger Personal leisten soll, bleibt für Seevers nur eine Möglichkeit: „Wir müssen die Pastoren von Verwaltungsaufgaben befreien.“ Die seien extrem zeitraubend. Dafür gab es Zustimmung aus der Runde. Es könne nicht die Aufgabe eines Pastors sein, von einer Konferenz zur nächsten zu fahren.

Wie das gehen könnte, berät der Barrier Kirchenvorstand schon seit Monaten mit seinen Kollegen aus Syke und Heiligenfelde. „Ein Kirchenverband wäre eine Möglichkeit“, so Seevers. Dann gäbe es nur noch ein Gemeindebüro (statt jetzt drei) und nur noch einen gemeinsamen Kirchenvorstand. „Es wären aber immer noch drei Gemeinden.“ Seevers räumt ein: „Nicht alle schreien da in den Kirchenvorständen Hurra.“

Bei den Besuchern stieß diese Idee keineswegs auf Ablehnung. Wenngleich sich die Diskussion mit zunehmender Dauer weit verzweigte und verallgemeinerte und keiner dieser Zweige auch nur annähernd abschließend diskutiert werden konnte.

Eine Richtung, in die es dabei ging: Anstatt auf Einsparungen zu reagieren, müsse man überlegen, wie die Gemeinde ihre Einnahmen steigern könne.

Eine zweite Richtung: Mehr Ehrenamt und damit mehr persönlicher Einsatz der „normalen“ Gemeindemitglieder. Motto: Die Kirche sind wir alle.

Einen großen Raum nahm das Thema Gottesdienste ein. Hintergrund: Die Überlegung, ob denn zwingend jede der drei Kirchengemeinden jeden Sonntag einen eigenen Gottesdienst anbieten müsse. „Mancher Gottesdienst ist nicht so gut besucht wie diese Diskussion heute Abend“, warf Hartwig Seevers provokant in den Raum.

Warum das so ist und was man im Gottesdienst anders machen könnte, wurde von den Besuchern intensiv diskutiert. Einer legte jedoch den Finger in die Wunde: „Wir müssen uns frei machen von der Vorstellung, wir bräuchten bloß den Gottesdienst zu verändern und hätten dann wieder volle Kirchen. Das haben andere auch schon versucht. Es hat nicht funktioniert.“

Hat die Diskussion am Ende etwas Greifbares gebracht? Hartig Seevers findet, ja. „Wir wissen jetzt, dass ein Kirchenverband durchaus etwas ist, das wir weiter ins Auge fassen können.“

Von Michael Walter

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