Festival „Jazz Folk Bike“ musikalisch mit dem Schwerpunkt Polen

Geige, Piano und Akkordeon

Adam Baldych, der polnische Jazz-Geiger ist der Haupt-Act beim 14. Festival „Jazz Folk Bike“ - Foto: Privat

Syke - Von Detlef Voges. Geige, Akkordeon, Piano, Polen... Allein das Motto lässt aufhorchen. Aber das Originelle sind wir ja schon gewohnt vom Musikfestival „Jazz Folk Bike“. Anfang Juni ist es wieder soweit. Vom 3. bis 5. Juni sind Barrier Kirche, Kreissparkasse, Kreismuseum, Vorwerk und Wolfsschlucht Stationen des über die Grenzen Sykes längst hinausgehenden Festivals, das diesmal einen polnischen Schwerpunkt hat.

Das Programm des 14. Festivals folgt dem erfolgreichen Prinzip seiner Vorgänger – es bietet eine bunte Mischung aus Folk, Jazz und Weltmusik. Zudem ist Jazz Folk Bike bekannt für musikalisch Neues, für kreativ Anderes. Diesmal besonders aus Polen.

Besonders darauf freut sich Gerd Harthus, geistiger Vatrer des Festivals, der die Kontakte schon vor Monaten nach Polen knüpfte.

Mit dem Haupt-Act, Adam Baldych, konnten Gerd Harthus und Ehefrau Gertrud immerhin den Echo-Preisträger 2013 verpflichten. „Wir haben das Glück, aus dem Vollen schöpfen zu können“, erklärte Gerd Harthus gestern im Kreismuseum.

So spielt die Gruppe „Dikanda“ am Samstag, 4. Juni, um 17 Uhr im Garten des Vorwerks. Hinter „Dikanda“ verbirgt sich wilde Weltmusik aus dem ganzen Osten – made in Polen. Womit wir wieder beim Motto wären.

New vocal Jazz gibt es zum Auftakt mit der Band „Shoot the Moon“ am Freitag, 3. Juni, um 20 Uhr in der Barrier St. Bartholomäuskirche.

Almut Schlichting präsentiert mit ihrem Quintett weltliche Musik des Mittelalters. Rauer, vitaler und rhythmischer als die Musik der Kirchen und Klöster, wie es in der Ankündigung heißt.

„Die haben immer was Originelles drauf“, sagt Gertrud Harthus.

Das Sonnabend-Angebot vervollständigen „Glissando“ und das „Expression Duo“.

Das Trio Glissando gastiert um 14.30 Uhr mit Klezmer, Tango und Musette in der Wolfsschlucht. Kammermusik mit einem Schuss Exotik präsentieren Jaroslaw Bester und Dawid Lubowicz als „Expression Duo“ um 20 Uhr im Kreismuseum.

Das polnische „Marcin Losik Trio“ eröffnet den Sonntag, 5. Juni, um 17.30 Uhr im Konzertsaal der Kreissparkasse mit Jazzigem. Das Trio lässt sich inspirieren von der klassischen Piano-Bass-Schlagzeug-Schule eines Bill Evans.

Den Abend-Part füllt der bekannte polnische Kollege Adam Baldych. Manche halten ihn für den zur Zeit besten Jazz-Geigentechniker der Welt. Der Musiker startet um 19 Uhr in der Kreissparkasse mit Vladyslav Sendecki (Piano). Sendecki spielt seit 20 Jahren in der NDR Bigband. „Ich habe sie beide verkuppelt“, erklärt Gerd Harthus.

Ab 20.30 Uhr präsentiert sich Bakldych mit dem „Amaginary Quartet“ und stellt sein Album „Bridges“ vor. Ein Dialog zwischen Folk, Jazz und traditionellen Melodien.

Ralf Vogeding, Museumsleiter und Gastgeber des Konzerts mit Bester und Lubowicz, wundert das 14-jährige erfolgreiche Bestehen des Festivals nicht.

Für ihn sind das Ehepaar Harthus, die musikalische Qualität der Gruppen und die Kontinuität des Publikums Gründe genug.

Das 14. Festival lebt übrigens nicht nur von der Musik. Das Syker Partnerschafts-Komitee mit der polnischen Stadt Wabrzezno kümmert sich Sonntag in der Sparkasse um kulinarische Spezialitäten aus dem Nachbarland.

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