Die Gegend erfahren

Ulrich Grobe will „Rüstige Rentner Rennradrunden“ in Syke etablieren

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Ulrich Grobe (69) fährt gerne sportlich und sucht noch Mitfahrer für regelmäßige Rennradtouren rund um Syke.

Syke - Von Michael Walter. Ulrich Grobe hat ein Faible für sportliches Radfahren. Und wohl auch ein Faible für Alliterationen: „Rüstige Rentner Rennradrunden“ nennt er das, was er und seine Mitstreiter regelmäßig um Syke und umzu drehen. Verstärkung ist willkommen.

Vereinfacht gesagt: Das ist was für Leute, denen es im Rennsportverein zu schnell, aber bei den üblichen Rundfahrten in der Gruppe zu langsam geht. „Wir sind schon flott unterwegs“, sagt Grobe. „Unser Schnitt liegt bei 22 bis 25 Kilometer pro Stunde. Egal ob bergauf oder bei Gegenwind.“

Als technischer Redakteur bei einer Maschinenfabrik hat der heute 69-Jährige früher seine Brötchen verdient. „Ich habe Betriebsanleitungen geschrieben“, erzählt er. Groß geworden ist Ulrich Grobe in Celle. Zuletzt haben er und seine Frau bei Osnabrück gelebt. Erst mit der Rente sind beide nach Syke gezogen, weil sie näher bei Kind und Enkelkind leben wollten. „Unsere Tochter wohnt in Stuhr.“

Das Fahrrad war bei Ulrich Grobe schon vor dem Umzug da. „In Osnabrück habe ich festgestellt, dass mein Auto fast nur steht. Da habe ich es aufgegeben“, erzählt er. In dieser Zeit fand er sich mit ein paar anderen zusammen, mit denen er regelmäßig Rennrad gefahren ist. Die „Rüstigen Rennradrunden“ waren geboren.

Sportliches Fahren im Mittelpunkt

Das möchte Grobe jetzt auch in Syke etablieren. Nur mit dem Zusatz „Rentner“. Na gut: Rentner muss man nicht unbedingt sein, und auch nicht zwingend ein Rennrad haben. Aber: „Das sportliche Fahren steht schon im Mittelpunkt“, sagt Grobe. „Im Augenblick sind wir zu dritt“, sagt er. Jeden Mittwoch um zehn treffen sie sich beim Torbogen am Kreishaus und brechen von dort zu ihren Touren auf. „Es dürfen gerne noch mehr werden. Schließlich kann ja nicht jeder immer.“

So etwa 50 bis 60 Kilometer legen die Rennradler jedes Mal zurück. „Immer mit einem Zwischenziel, immer mit einer Bäckerpause“, sagt Grobe. „Kaffee und Kuchen gehören dazu. Deshalb schauen wir, dass wir immer einen größeren Ort auf unserer Route haben. Harpstedt, Thedinghausen, Twistringen,...“

Die Motivation für Ulrich Grobe ist dabei zweierlei: Zum einen Sport machen, aber ohne Wettbewerbscharakter. „Das war noch nie mein Lebensding.“ Und zum anderen: Landschaft erleben.

„Ich gucke gerne, was es so gibt“, sagt Grobe. „Wo kommt zum Beispiel die Hache her? Oder neulich: Da sind wir die ehemalige Eisenbahnstrecke nach Sulingen abgefahren und haben dabei den alten Bahnhof in Apelstedt entdeckt.“ Für ihn heißt das: „Die Gegend er-fahren und dabei etwas über die Gegend erfahren.“

Zum Beispiel hat Ulrich Grobe erfahren, dass es relativ schwierig ist, von Syke aus nach Westen zu kommen. Grund: der Klosterbach. „Wenn man nicht auf einer Hauptverkehrsstraße unterwegs sein will, kann man den zwischen Heiligenrode und Bassum nur in Harpstedt überqueren. Ansonsten gibt es auf 14 Kilometern nur zwei Landesstraßen, und die haben keinen Radweg.“

Wer gerne mal mitkommen möchte, kann ganz einfach mittwochs zum Treffpunkt kommen. „Wir geben uns dann schon zu erkennen“, sagt Grobe mit einem Augenzwinkern. Weitere Infos im Internet unter:

www.cyclingeurope.de

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