60. Geburtstag: Vielfältige Darbietungen – inklusive Uraufführung – in der Christuskirche / Bläser der ersten Stunde berichten aus der Anfangszeit

Posaunenchor beschenkt sich selbst mit hochkarätigem Konzert

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Die Bläser überzeugten in der voll besetzten Christuskirche.

Von Dieter Niederheide. Aus Anlass seines 60. Geburtstags hat der Posaunenchor Syke in der voll besetzten Christuskirche am Freitag ein hochkarätiges Konzert geboten. Unter dem Dirigat von Oscar Alemany Lopez, der den Posaunenchor Syke-Barrien seit seiner Übernahme 2013 von Sebastian Kroll weiter zu einem exzellenten Klangkörper geführt hat, bekamen die Konzertbesucher Blasmusik auf einem hohen Niveau zu hören.

Sorgsam eingebaut wurden die Jungbläser, für die der Dirigent das „Warming up“ zum Aufwärmen komponiert hat. Wie Moderator und Mitbläser Pastor i.R. Friedrich Strauß sagte, erlebten die Besucher damit eine Uraufführung. Die Nachwuchsarbeit trägt Früchte.

Der Klassik und sakralen Musik war der erste Teil des Konzerts gewidmet, auf den mit einer Suite aus der Zeit der Renaissance von Tillmann Susato eingestimmt wurde. Nach Werken von Händel oder Mendelssohn-Bartholdy folgte mit „Prozession der Edlen“ ein schwieriges Stück aus der Oper „Mlada“ von Rimsky-Korsakow. Der inklusive Nachwuchs mit etwa 25 Musikern gut besetzte Posaunenchor trug auch diese musikalisch hohe Klippe unter sicherer Führung des Dirigenten bravourös vor.

Mit der Komposition „Yellow Mountains“ leitete der Posaunenchor, längst zu einem kleinen, aber feinen Orchester geworden, den weltlich-modernen Teil des Geburtstagskonzerts ein. Hier gefiel das Ensemble etwa bei „The Lions Sleep Tonight“ oder bei „Viva la Vida“ Popmusik der Rock-Band Coldplay. Ein Hörgenuss auch die Filmmusik aus „Fluch der Karibik“.

Eine nahe gehende Besonderheit war das gemeinsame Agieren von Posaunenchor und Publikum beim „Vaterunser“ – nach der Melodie „I am Sailing“ von Rod Stuart.

Das Konzert war ein besonderes musikalisches Erlebnis, für das sich die Besucher mit anhaltendem Beifall bedankten.

Im Gemeindehaus gab es danach die Nachfeier, bei der einige Bläser der ersten Stunde von den ersten Anfängen unter der Leitung von Friedrich Roßhoop, der von 1955 bis 1981 den Posaunenchor Syke leitete, berichteten. Roßhoop folgte als Dirigent bis 1994 Hans-Peter Wolter, ihm folgte Tochter Kirsten Wolter.

Hartmut Roßhoop, Sohn von Friedrich Roßhoop, fehlte beim 60. Geburtstag nicht und erinnerte sich schmunzelnd an erste Proben in der Küche der Wohnung an der Gesseler Straße. Klar, dass Sohn Hartmut in Vaters Posaunenchor mitspielte, und zwar die Trompete. „Es war eine schöne Zeit“ sagte er. Die Zugposaune seines Vaters hat er bis heute aufbewahrt.

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