Gastschüler aus Kamerun hinterlassen bleibende Eindrücke am Gymnasium

Rhythmus im Blut

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Bei den Tanzvorführungen zeigten nicht nur die Besucher aus Kamerun ihr Rhythmusgefühl, sondern auch die gastgebenden Jugendlichen wagten sich mit auf die Bühne.

Syke - Von Frank Jaursch. Den tosenden Applaus hatten sich die Mädchen auf der Theater- pardon: Aula-Bühne redlich verdient: Die Tanzvorführung, mit der sich die Besucherinnen aus Kamerun am Montagvormittag bei ihren Gastgebern bedankten, sprühte nur so vor Energie und Lebensfreude. Zwei Wochen waren die Jugendlichen zu Gast in Syke. Am Dienstag geht es wieder zurück in ihre zentralafrikanische Heimat.

Auf fünf Jahre kann die Schulpartnerschaft des Gymnasiums mit dem Collège Adventiste de Yaoundé bereits zurückblicken. Einmal im Jahr sind die Schüler hier zu Besuch, der Gegenbesuch der Syker folgt ein paar Monate später.

Von Anfang an dabei war Helma grote Lambers; die Lehrerin hatte im Jahr 2010 gemeinsam mit dem damaligen Schulleiter Claus-Dieter Lösche die Partnerschafts-Urkunde unterzeichnet. Auch diesmal gehörte sie dem Team an, das für die 13 Besucher das Programm organisiert hatte.

Zwischen dem Willkommens-Abend im Dorfgemeinschaftshaus Heiligenfelde und dem Abschiedsfest am Montagabend an gleicher Stelle lagen zwei Wochen, in denen die 15 bis 18 Jahre jungen Besucher viel von der Region, vor allem aber viel vom Leben ihrer Gastgeber mitbekamen. Unter anderem standen Brotbacken und Klimahaus, Klettergarten und Universität auf dem Plan.

„Die Gruppe hat von Anfang an gut harmoniert“, lobt grote Lambers. In kürzester Zeit hatten sich die Grenzen zwischen Deutschen und Kamerunern aufgelöst, waren Freundschaften entstanden.

Die waren auch am Montag in der Aula sichtbar. Bei der Vorstellung von Tänzen aus unterschiedlichen Regionen Kameruns tanzten jeweils ein Besucher und ein Gastgeber gemeinsam – was schonungslos aufzeigte, dass den Gästen deutlich mehr Rhythmusgefühl in die Wiege gelegt wurde als den Deutschen.

Doch es ging schließlich um das Miteinander – ähnlich wie auch beim Basketball-Turnier, das gestern den sportlichen Abschluss darstellte. Und dort wiederum sahen die deutschen Teams ein bisschen besser aus.

Am Dienstag ist die gemeinsame Zeit schon beendet, der Kontakt aber wird im Zeitalter des Internets sicher bei so manchem aufrecht erhalten werden. Und im Februar starten die Syker zum Gegenbesuch.

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