Realschule feiert Schulentlassung unter verschärften Bedingungen

Gar nicht ist auch keine Lösung

Normalerweise reicht das Forum der Realschule bei weitem nicht aus, um bei den Entlassungsfeiern die vielen Gäste aufzunehmen. Da muss dann immer noch die dahinterliegende Pausenhalle einbezogen werden. Im Corona-Jahr ist alles anders: Reduziertes Programm, reduzierte Teilnehmerzahl,... - aber es ist überhaupt! 
Fotos: Michael Walter
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Normalerweise reicht das Forum der Realschule bei weitem nicht aus, um bei den Entlassungsfeiern die vielen Gäste aufzunehmen. Da muss dann immer noch die dahinterliegende Pausenhalle einbezogen werden. Im Corona-Jahr ist alles anders: Reduziertes Programm, reduzierte Teilnehmerzahl,... - aber es ist überhaupt! Fotos: Michael Walter
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Syke – So übersichtlich wie am Freitag war das Forum der Realschule wohl noch nie bei einer Entlassungsfeier: Keine Verwandten, keine Mitschüler, keine Lehrer. Nicht mal die Eltern durften teilnehmen. Und selbst der Abschlussjahrgang durfte nur zur Hälfte in den Raum – weshalb es diese Feier dann gleich doppelt gab. Zuerst mit den Klassen 10 a und b und ihren Klassenlehrern, dann zwei Stunden später mit den Klassen 10 c und d.

„Die Alternative wäre gewesen, überhaupt nicht zu feiern“, sagt die neue Schulleiterin Antje Jorek. „Dann hätte der Abschlussjahrgang jeweils in halber Klassenstärke die Zeugnisse in den Klassenräumen ausgehändigt bekommen, und fertig. Das wollten wir nun auch wieder nicht.“

Also haben sich das Schulleitungs-Team und die Elternvertreter lange den Kopf zerbrochen, wie sie trotz Corona und Kontaktbeschränkungen ihren zehnten Jahrgang angemessen und würdevoll verabschieden könnten.

Das Konzept stand schon eine ganze Weile. Nur aus Hannover war lange nichts dazu zu hören. Die Zustimmung aus dem Kultusministerium kam erst auf den letzten Drücker.

Nicht nur das Teilnehmerfeld, auch das Programm selbst war im Vergleich zu früheren Jahren deutlich reduziert. Ohne Schülerbeiträge und ohne die an der Realschule traditionelle Comedy-Einlage aus dem Lehrerkollegium. Trotzdem war allen Beteiligten das ehrliche Bemühen anzumerken, diese Abschlussfeier so normal wie möglich zu gestalten. Dass die Musikbeiträge dabei nicht von der Bühne, sondern von draußen vor dem Fenster kamen, war nicht nur kein Problem, es hatte dank strahlenden Sonnenscheins und guter Tontechnik sogar ein bisschen was von Open-Air-Konzertstimmung. Und dass sich die Zahl der Wortbeiträge auf das Nötigste beschränkte, empfanden nicht nur die Schülerinnen und Schüler als Gewinn.

Bürgermeisterin Suse Laue wünschte den Absolventen alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg. Für die Eltern und den Förderverein sprach Christiane Lutterbach. Beide kurz und knackig und ohne Pathos.

Die Schülersprecher Dana Barenscheer und Celvin Fischer – beide selbst aus der 10 a – sprachen aus, was praktisch alle von ihnen lange Zeit beschäftigt hatte: „In den letzten Wochen war niemandem klar, ob wir uns überhaupt so würden versammeln können.“ Dass es nun doch noch geklappt hatte, empfanden sie als Erleichterung. Schade sei bloß, dass der übliche Chaos-Tag am letzte Schultag nun ersatzlos ausgefallen ist. Celvin Fischer: „Wir hatten uns lange darauf gefreut und tolle Ideen gehabt, um die Schule auf den Kopf zu stellen.“ Hilfloses Achselzucken: „Dieses Jahr leider nicht.“

Auch auf den üblichen Empfang in den Klassenzimmern nach der Zeugnisübergabe musste der Abschlussjahrgang 2020 verzichten. Stattdessen gab es anschlieend einen Fotoshoot im Hachestadion: Basis für eine Fotomontage als Andenken.

Von Michael Walter

Musik von draußen vor dem Fenster vermittelte sogar ein bisschen was von Open-Air-Feeling.

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