Ganz nah an der Realität

180 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Stuhr, Weyhe und Syke bei „Heißausbildung“

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Einstieg in die Brandsimulationsanlage. Vor den Mitgliedern der Feuerwehr stehen etwa 15 Minuten Übung unter höchster körperlicher Belastung. 

Barrien - Die Wirklichkeit lässt sich nicht simulieren – aber mit guten Übungen kann man versuchen, der Realität möglichst nahe zu kommen. Am Wochenende hatten etwa 180 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren aus Stuhr, Weyhe und Syke Gelegenheit zu einer Übung, die einer echten Brandsituation so nahe kommt wie wohl kaum eine andere.

Die Fortbildung erfolgte im Rahmen der interkommunalen Ausbildungen. Seit 2010 besteht dieses Modell der gemeinsamen Schulungen; wie schon im vergangenen Jahr stand diesmal die „Heißausbildung“ auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) auf dem Programm.

Zu diesem Zweck war eine Brandsimulationsanlage gemietet worden, in der die Kräfte unter Atemschutz unterschiedliche Szenarien abarbeiten müssen. Die außergewöhnliche Herausforderung umschreibt Steffen Wohlers, Pressesprecher der Weyher Feuerwehr, so: „Besonders knifflig ist es, dass in der Anlage mehrere Feuer gleichzeitig gezündet werden, sodass man vom Feuer eingeschlossen ist, und man sich taktisch vorarbeiten muss.“

Hohe physische und psychische Belastung

Die Situation führe zu einer hohen physischen und psychischen Belastung, mit der man bei einer normalen Übung nur selten konfrontiert wird. So seien die Einsatzkräfte im Ernstfall besser auf derartige Lagen vorbereitet.

Bevor man in ein Gebäude vorgehen kann, gilt es für die Einsatzkräfte oft zunächst, das Hindernis einer verschlossenen Tür zu überwinden. Damit auch das im Ernstfall reibungslos funktioniert, wurde eine weitere Ausbildungsstation eingerichtet, an der das möglichst schnelle Öffnen von Türen und Fenstern geübt wurde.

Im Rahmen der dreitägigen Ausbildung fand sich auch Gelegenheit zum traditionellen Informationsfrühstück, an dem neben Mitgliedern der Kreisfeuerwehr die Amtsleiter der drei beteiligten Kommunen und Mitglieder der drei Stadt- und Gemeinderäte aus Syke, Stuhr und Weyhe teilnahmen.

Im Anschluss an das Frühstück gewannen alle Teilnehmer bei einem Rundgang einen Eindruck über die Ausbildung vor Ort – und konnten eine Rauchgasdurchzündung von außen beobachten. 

 fj

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