INTERVIEW Christian Gerlach gibt den Vorsitz beim SV Heiligenfelde ab

„Fuxx“ geht mit einem guten Gefühl

Der Wechsel an der Spitze des SV Heiligenfelde steht bevor: Auf der Jahreshauptversammlung – die wegen des Coronavirus zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben wurde – möchte Marvin Godesberg (l.) die Nachfolge von Christian Gerlach antreten. Foto: Heinfried Husmann

Heiligenfelde – Eigentlich wäre vor Kurzem die Amtszeit von Christian Gerlach als Präsident des SV Heiligenfelde beendet gewesen. Nach vier Jahren wollte der Gymnasiallehrer auf der Jahreshauptversammlung nicht erneut kandidieren, doch das Coronavirus machte dem 36-Jährigen einen Strich durch die Rechnung. Die Versammlung musste auf unbestimmte Zeit verschoben werden, und „Fuxx“ Gerlach bleibt vorerst interimsmäßig im Amt.

Warum das aber für ihn kein Problem darstellt und ob er dem Verein erhalten bleibt, verrät der scheidende SVH-Boss im folgenden Gespräch. Die Fragen stellte Carsten Drösemeyer.

Herr Gerlach, halten Sie eine Verlängerung Ihrer Amtszeit durch? Oder stehen Ihnen schon die Schweißperlen auf der Stirn?

Christian Gerlach: Höchstens weil ich gerade unser Carport streiche (lacht). Im Ernst, ich mache den Job gerne noch eine Weile. Ursprünglich wollte ich ja ohnehin mindestens acht Jahre bleiben.

Was kam dazwischen?

Es war nicht eine Sache, sondern viele verschiedene. Ich bin junger Vater, habe gebaut, spiele in Barrien in der 1. Herren Tischtennis und selbst als Lehrer muss ich etwas arbeiten (lächelt).

Sie möchten also wieder mehr Zeit für andere Dinge haben?

Genau. Das Amt hat mir zwar viel Spaß gemacht, nahm jedoch auch viel Zeit in Anspruch. So kann ich in Zukunft mehr mit meiner Familie und Freunden unternehmen.

Als Vereinsmensch, der 16 Jahre für den SVH in erstklassiger Manier zwischen den Pfosten stand, war es Ihnen bestimmt sehr wichtig, den Club in gute Hände zu übergeben.

Absolut. Zum Glück ist uns das auch gelungen. Marvin Godesberg wird künftig als 1.  Vorsitzender kandidieren, Dennis Thalmann als sein Vize und SVH-Urgestein Horst Hickmann als 3. Vorsitzender. Damit sind wir dann bestens aufgestellt für die nächsten Jahre.

Obwohl Godesberg noch keine 30 Lenze auf dem Buckel hat und somit über wenig Erfahrung verfügt?

Da mache ich mir keine Sorgen. Marvin übernimmt bei den Fußballern in der Bezirksliga schon viel Verantwortung, hat mich auch schon bei vielen Projekten unterstützt und wird sicher in das Amt hineinwachsen.

Was ist in den vier Jahren Ihrer Amtszeit gelungen? Konnten Sie Ihre Ziele verwirklichen?

Viele schon. Wir konnten ordentlich Schulden abbauen, sodass der Verein deutlich gesünder da steht. Unser neuer Parkplatz vor dem DGH ist ein echtes Schmuckstück geworden und eine moderne Flutlichtanlage ist in Planung.

Aber im nächsten Jahr wird der SVH 100 Jahre alt. Kann Heiligenfelde für dieses Event nicht die Ideen eines Christian Gerlach gebrauchen?

Deshalb ziehe ich mich ja auch nicht komplett zurück. Natürlich arbeite ich meinen Nachfolger in Ruhe ein und stehe danach für Projekte wie die 100-Jahr-Feier ebenfalls zur Verfügung. Ich bleibe ja auch im Verein.

Ganz ohne den SV Heiligenfelde geht es also für Sie nicht?

Offenbar nicht (schmunzelt). Ich kicke auch in Zukunft für die 3. Herren oder in der Alten Herren, helfe bei Projekten und bleibe mit ganzem Herzen Heiligenfelder. Nur halt nicht mehr als 1.  Vorsitzender.

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