Frischzellenkur inklusive Ypsilon

Beleuchtungskonzept, Mobiliar und Brandschutz im Syker Ratssaal werden modernisiert

Blick in den Syker Ratssaal mit neuem Mobiliar
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Abschied vom schweren Mobiliar: Während der grundsätzliche Charakter des Saales beibehalten wird, wurden Stühle und Tische ausgetauscht.

Beim Bau des Syker Rathauses wurde auf Qualität geachtet. Das führte dazu, dass auch das Mobiliar im Ratssaal die Jahrzehnte überdauerte – zum Leidwesen derer, die die massiven Holztische regelmäßig heraus- und wieder hereintragen mussten. Nun wird der Saal einer Frischzellenkur unterzogen – neues Beleuchtungskonzept mit grünem Gimmick inklusive.

Syke – Etwas in die Jahre gekommen. Technisch nicht mehr so ganz up to Date. Nein, die Rede ist nicht vom Autor dieser Zeilen. Die Rede ist vom Saal im Syker Rathaus.

Beim Einzug der Verwaltung im Jahr 1985 sowohl optisch als auch in Bezug auf die technische Ausstattung optimal für das seinerzeitige Nutzungskonzept. Der Teppichboden war dank guter Pflege der jeweiligen Hausmeisterteams immer noch der, der beim Neubau verlegt wurde. An der Qualität wurde beim Bau also nicht gespart. Auch beim Mobiliar nicht.

Doch das zog unter Umständen Probleme nach sich: Massivholztische und schwere lederbezogene Stühle verursachten bei erforderlichen Umbauten erheblichen Aufwand. Auch mangelte es an Lagerkapazitäten, wenn der Saal beispielsweise für den Neujahrsempfang komplett geräumt werden musste. Die Beleuchtung war optimiert für eine Bestuhlung im Ratsformat. Bei kulturellen Veranstaltungen befand sich das Licht nicht unbedingt dort, wo es gebraucht wurde. Auch Brandschutz war damals noch nicht so dominant.

An anderer Stelle wurde im Laufe der Jahre nachgerüstet. Beispielsweise erhielten die Fenster des Oberlichts an der Stirnseite bereits kurz nach dem Einzug eine Verdunklung. Ein Beamer wurde unter die Decke gehängt, um nicht bei jeder Veranstaltung mit mobilen Geräten arbeiten zu müssen.

Die Verstärkeranlage erhielt bereits vor Jahren ein Update, erfüllte aber bis heute nicht die Anforderungen. Immerhin soll sie Sprache bei Sitzungen genauso gut übertragen wie Musik und Gesang bei kulturellen Veranstaltungen. Auch dafür war der Ratssaal schließlich seinerzeit konzipiert.

„Jetzt unterziehen wir den Saal einer Frischzellenkur“, beschreibt Bürgermeisterin Suse Laue die aktuellen Arbeiten. Optisch wird das in erster Linie sichtbar an den verschwundenen Lichtelementen über den Ratstischen. Ersetzt wurden sie durch LED-Lichtleisten, die direkt unter der Holz-Deckenverkleidung angebracht, im ganzen Raum für ausreichend Helligkeit sorgen. Und das noch energiesparend.

Geblieben ist die dimmbare Lichtinstallation mit Glaskugeln unter der Lichtkuppel, die anlassbezogen stimmungsvolle Beleuchtung verspricht. Wahlweise jetzt auch mit dem grünen Syker Y. Ausgetauscht wurde das schwere Mobiliar gegen klappbare Multifunktionstische und Stapelstühle.

Grünes Gimmick: Die LED-Leuchten können auf Wunsch auch das Syker Ypsilon (hell hervorgehoben) darstellen.

Stromanschlüsse an den Tischen lassen den Anschluss von Laptop oder Tablet direkt am Tisch zu. Wenn sie nicht benötigt werden, lassen sie sich platzsparend zusammen mit den Stühlen lagern.

Mario Kruse aus dem Bauamt ist derjenige, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. „Ursprünglich sollte nur der Teppich getauscht werden. Dann kam der Brandschutz hinzu. Gleichzeitig sollte sich die Optik des Raumes nicht grundsätzlich ändern“, beschreibt er seinen Auftrag. „Eine Brandmeldeanlage wurde von der Bauaufsicht gefordert“ ergänzt er.

Bauamtsleiter Hein Sievers ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass beim Umbau fast ausschließlich örtliche Firmen zum Zuge kamen.

„Die Beleuchtung lieferte die Firma Rutec aus dem Syker Gewerbegebiet am Bahnhof. Dort ist auch Könenkamp & Eickhoff ansässig, die für die technische Aufrüstung von Brandschutztüren verantwortlich zeichnen. Für den elektrischen Anschluss der Türen sorgte Elektro Heusmann. Das Mobiliar lieferte Wagner Wohnen aus Barrien. Maler Schwab ließ die Wände im Foyer anschließend wieder in neutralem Weiß erstrahlen“, zählt er auf.

Viele Änderungen sind für Außenstehende nicht sichtbar. Die komplette EDV- und Netzwerktechnik soll sich in den nächsten Tagen auf aktuellem technischen Stand befinden. Der Platz für die dazu notwendigen Monitore, die die bisherige Leinwand ersetzen sollen, ist an der Stirnwand schon jetzt erkennbar. Die Monitore sollen in den nächsten Tagen installiert werden.

Mario Kruse ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden „Es ist uns gelungen, den Charakter des Raumes zu erhalten“ resümiert er. Seine Premiere erlebt der Saal nach der Frischzellenkur am heutigen Abend mit einer Stadtratssitzung.

Von Horst Meyer

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