Vom frisch Pensionierten zum Heimatbund-Vorsitzenden

Claus-Dieter Lösche berichtet am 5. Oktober im Café Alte Posthalterei

+
Claus-Dieter Lösche (vorn) spricht am 5. Oktober im Café Alte Posthalterei über seine Tätigkeit als Vorsitzender des Kreisheimatbundes. Johannes Huljus (r.) und Friedrich Hagedorn vom Verein Rund ums Syker Rathaus freuen sich schon darau.

Syke - Von Frank Jaursch. Für die Reihe „Syker Portraits“ kommen im Café Alte Posthalterei regelmäßig Menschen aus Syke und umzu zu Wort, die gesellschaftlich aktiv sind oder waren. Worin liegt für sie der Reiz für ihr Engagement? Welche Ideen treiben sie an?

Am kommenden Donnerstag ist ab 19.30 Uhr Claus-Dieter Lösche zu Gast im Spieker an der Waldstraße. Er ist seit drei Jahren Vorsitzender des Kreisheimatbundes.

„Du hast doch jetzt Zeit.“ Es dauerte nicht lange, bis Lösche diesen Satz zum ersten Mal nach dem Eintritt ins Pensionärs-Dasein zu hören bekam. Ein paar Tage nach seinem Abschied vom Posten des Leiters im Syker Gymnasium wurde er angesprochen, ob er nicht Vorsitzender des Kreisheimatbundes werden wolle. Er wollte. „Die waren eben am schnellsten“, schmunzelt Lösche rückblickend. Sein Engagement brachte ihm zuvor unbekannte Ecken des Landkreises näher – und revidierte nachhaltig sein Bild vom Kreisheimatbund.

Der Bund, dem Lösche jetzt seit drei Jahren vorsitzt, ist die Dachorganisation der Heimatvereine im Kreis: Immerhin 60 Mitgliedsvereine sind darin organisiert. Die Stichworte Brauchtumspflege, Heimatforschung und Naturschutz stehen ganz oben auf der Agenda. Sie sorgen dafür, dass der Kreisheimatbund bei der Wahl zum trendigsten Club im Kreis vielleicht nicht unbedingt als erstes genannt wird.

Doch Lösche selbst hat in seinen drei Vorstandsjahren ein differenziertes Bild von seinem Verein bekommen: Alles andere als verstaubt oder rückwärtsgewandt, mit Menschen voller guter Ideen und außergewöhnlicher Qualitäten. „Ich habe Menschen kennengelernt, die nicht viel Aufhebens machen um das, was sie tun.“

„Manche Orte entwickeln ein eigenes Leitbild“

Da sind die Bewahrer, die Archivare. Da sind die Menschen, die in den sozialen Medien wie Facebook & Co. einen Zugang zu vergangenen Zeiten schaffen. Oder jene, die sich einfach auf lokaler Ebene zusammentun, um die Gemeinschaft voranzubringen.

„Heimat“, sagt Lösche, „ist was Modernes. Da geht es nicht darum, alte Lieder zu singen.“ Und je kleiner die Ortschaften, desto intensiver oft die Zusammenarbeit. Lösche: „Manche Orte entwickeln ein eigenes Leitbild, sorgen für Integration.“ Und lösen schon mal Probleme, ohne auf Hilfe „von oben“ zu warten.

Eine ganze Reihe von neuen Erkenntnissen hat Claus-Dieter Lösche in den bisherigen drei Jahren als Vorsitzender gesammelt. Dazu gehört die „unglaublich gute“ Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum, das sich bereits in einer ganzen Reihe von spannenden gemeinsamen Projekten manifestierte. Und außerdem hat der Nordwohlder den Landkreis ganz neu kennengelernt. „Schmalförden zum Beispiel kannte ich vorher nur vom Namen“, schmunzelt Lösche.

Am Donnerstag wird Lösche einen umfassenden Einblick in seine Arbeit und die Faszination, die ihr innewohnt, geben. Der Eintritt ist frei.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Haben sich Ihre Fingernägel so verändert? Dann sofort zum Arzt!

Haben sich Ihre Fingernägel so verändert? Dann sofort zum Arzt!

Google Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test

Google Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test

Pizarros Treffer gegen Werder

Pizarros Treffer gegen Werder

FCB-Trainingsbilder: Vidal im Abschlusstraining dabei

FCB-Trainingsbilder: Vidal im Abschlusstraining dabei

Meistgelesene Artikel

„Sternenfahrten“: „Lissy“ erfüllt bald Wünsche von Sterbenskranken

„Sternenfahrten“: „Lissy“ erfüllt bald Wünsche von Sterbenskranken

„Churchville“ geht weiter

„Churchville“ geht weiter

Fechtkunst am Schloss

Fechtkunst am Schloss

Eingangsstufe in Aschen offen für alle Diepholzer Grundschüler

Eingangsstufe in Aschen offen für alle Diepholzer Grundschüler

Kommentare