Erlenschüler leisten Freibadverein Hilfe bei der Saisonvorbereitung

Freiwillig schuften aus Spaß an der Abwechslung

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Die Erlenschule leistet dem Freibadverein schon seit Jahren unschätzbare Hilfe bei den Saisonvorbereitungen. Gestern und heute sind dort 16 Freiwillige aus den Abschlussjahrgängen mit ihren Lehrern und Betreuern im Einsatz.

Syke - Von Michael Walter. „Kannst du noch?“ Mitfühlend blickt Gerd Fuhrmann auf den jungen Mann, der mit der vollen Schubkarre an ihm vorbei läuft und dabei schnauft wie eine Dampflok. Ein knappes „Ja“ ist die Antwort. „Schaffst du noch eine?“, fragt Fuhrmann weiter – und bekommt die gleiche Antwort wieder.

„Ein bisschen muss man auf sie aufpassen, dass sie sich nicht zu viel zumuten“, sagt er mit Blick auf die Jungen und Mädchen um ihn herum. 16 Schüler aus den Abschluss-Stufen der Klassen 10, 11 und 12 der Erlenschule machen gerade das Freibad fit für den Sommer.

Schon seit mehreren Jahren stellt die Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe willkommene Helfer für die Saisonvorbereitungen des Freibadvereins.

„Unsere Schüler sind jedesmal hellauf begeistert“, sagt Werk-Pädagoge Fuhrmann. „Weil das eine ganz andere Arbeit ist als die, die sie aus der Schule kennen.“ Die eine Gruppe befreit den Vorplatz und die gepflasterten Wege im Freibad vom Unkraut. Die andere schafft einen ansehnlichen Berg Sand von der Einfahrt ans andere Ende des Geländes und verteilt ihn möglichst gleichmäßig auf dem Beach-Volleyball-Feld. Beides Knochenarbeit. Aber den Teenagern macht es Spaß. „Alle sind freiwillig hier“, betont Fuhrmann. „Niemand wird gezwungen. Wer nicht mitmachen möchte, kann auch in der Schule bleiben. Und jeder sucht sich seine Arbeit selbst.“

Helga Rehme vom Freibadverein ist froh über die tatkräftige Unterstützung. „Wir selbst können ja immer weniger“, sagt sie. „Wir werden halt alle älter.“

Bis Ende Mai haben die Mitglieder Zeit, das Bad wieder auf Vordermann zu bringen. Die Eröffnung ist am letzten Samstag des Monats. Und bis dahin gibt es jede Menge zu tun. Gestern und heute mit Hilfe der Erlenschüler, und ansonsten hilft in erster Linie das städtische Schwimm-Meister-Team. „Wir haben zwar gerade erst angefangen, aber es sieht so aus, als ob es über den Winter keine größeren Schäden gegeben hat“, sagt Gunnar Preibusch. „Genau wissen wir das aber erst, wenn wir aus dem Schwimmbecken das Wasser abgelassen und den Boden gereinigt haben.“ Das steht übernächste Woche auf dem Plan. Aktuell werden gerade die Umkleiden geputzt und das Planschbecken sauber gemacht.

Helga Rehme freut sich schon: „Dieses Jahr bekommen wir eine kleine Rutsche ans Planschbecken. Wir müssen danach nur mal sehen, ob dann noch Platz für unser Paulchen übrig bleibt.“ Das ist das kleine rote Plastiknashorn, das in den letzten Jahren zum Maskottchen geworden ist. „Und nächstes Jahr bekommen wir noch Matsch-Tische für die Kinder“, weiß Rehme schon. „Dieses Jahr schaffen wir das leider nicht mehr.“

Froh ist der Freibadverein auch über eine andere Baustelle, die die Stadt schließen konnte: Mit dem Gastronomen Ismet Serement aus Haßbergen im Landkreis Nienburg gibt es einen neuen Betreiber für den Kiosk. Der bisherige Betreiber Ewald Borchers ist aus Altersgründen als Pächter ausgestiegen (wir berichteten).

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