Freie Wählergemeinschaft präsentiert ihre Kandidatenliste für die Wahl im September / Ziel: „Unabhängige Politik ohne Ideologie und Parteiräson“

„Eine gute Idee ist eine gute Idee“ – egal, woher sie kommt

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Ein bunter Haufen: Die Kandidaten der Freien Wählergemeinschaft Syke für die Wahl in den Stadtrat und die Ortsräte.

Von Frank Jaursch. Günter Brockhoff kam nicht umhin, seine Freude über das Ergebnis monatelanger Arbeit mitzuteilen. Eine „gewisse Freude“ sei schon dabei, nun die Liste der neuen Freien Wählergemeinschaft zu präsentieren, erklärte er gestern Nachmittag im Pressegespräch in der Redaktion der Kreiszeitung.

Einstimmig und ohne Probleme habe sich die Gruppe auf die Liste geeinigt, berichtete Brockhoff. Auf ihr stehen mit Andreas Schmidt (Osterholz), Gabriele Beständig (Syke), Jochen Harries (Wachendorf) und Jürgen Schmock (Okel) vier Ortsbürgermeister an den ersten Positionen.

Die Erwartungen der gedanklichen Väter hat die Gruppe dabei sogar noch übertroffen: „Wir haben nicht gedacht, dass wir am Ende mit einer so großen Anzahl an Kandidaten so gut aufgestellt sind“, betonte Andreas Schmidt.

Tatsächlich präsentiert sich die Liste als vielfältige Mischung. Neben einigen bekannten Akteuren auf der lokalpolitischen Bühne sind ein paar durchaus prominente Namen dabei: Michael Lux und Florian Kastner etwa, beide im Vorstand der Werbegemeinschaft, oder auch Peter Lehrfeld, Gessels Ortsbrandmeister. Auch Harm-Dirk Hüppe, Ehemann der Bürgermeisterin Suse Laue und ehemaliger Schulamtsleiter, ist mit im Team – allerdings wird er nicht für den Stadtrat kandidieren.

Ein Name der BS-Fraktion, die sich 2014 von der SPD abspaltete, findet sich nicht in der neuen Liste: Ludwig Stöver kandidiert nicht wieder.

Die Wählergemeinschaft habe von Anfang an den Anspruch gehabt, für alle Ortsratswahlen Kandidaten präsentieren zu können, betont Brockhoff. Mit Rücksicht auf die bereits existierenden Wählergemeinschaften in Wachendorf, Steimke und Henstedt wird es dort keine Kandidatenliste der neuen Vereinigung geben – alle anderen sieben Ortschaften aber sind abgedeckt.

Ein „Haufen Arbeit“ liegt hinter den Motoren der Gemeinschaft, beschreibt Schmidt. „Jetzt sind wir mitten drin, und es macht richtig Spaß.“ Dabei mache auch die Mischung einen besonderen Reiz aus: Den fünf Kandidaten mit Stadtrats-Erfahrung stehen 17„Neue“ gegenüber. „Da ist schon eine gewisse Aufbruchstimmung dabei“, freute sich Schmidt.

Bezüglich ihrer Position zu konkreten Themen hält sich die Vereinigung noch bedeckt. Gemeint ist ist eher Grundsätzliches: „Die Ehrlichkeit und der Dialog müssen einfach besser werden in Syke“, sagt Schmidt.

Die Stadt brauche eine Vereinigung, „die unabhängige Politik ohne Ideologie und Parteiräson sicherstellt“, heißt es in einer Grundsatzerklärung. „Bei uns hat keiner Hannover oder Berlin im Blick“, so Brockhoff. Das bedeute auch, dass die Gruppe etwa bei bestimmten Themen die Fraktionsdisziplin aufgibt und die individuelle Abstimmung freigibt.

Die Orientierung an Sachthemen, die für die Syker Bürger relevant sind, stehe im Vordergrund. Dabei unterstütze man auch zielführende Ideen der anderen politischen Kräfte. „Eine gute Idee ist eine gute Idee“, heißt es im Grundsatzpapier. Das gelte unabhängig davon, ob sie von einer parteilich organisierten Gruppierung kommt oder über andere Wege zustande kam.

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