Meisterwerke eines Polarjunkies

Fotograf Rainer Rogge stellt im Kreismuseum aus

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Fotograf Rainer Rogge stellt „Magische Momente“ im Ackerbürgerhaus aus.

Syke - Von Frank Jaursch. Weit entfernt und plötzlich doch so nah: Wer sich in den kommenden Wochen im Ackerbürgerhaus des Kreismuseums umsieht, bekommt außergewöhnliche Einblicke einer ebenso außergewöhnlichen Welt. „Magische Momente“ hat Fotograf Rainer Rogge seine Ausstellung betitelt. Am Sonntag wurde sie feierlich eröffnet.

Die 18 großformatigen Fotografien sind gewissermaßen das „Best of“ aus zehn Jahren Urlaub in Arktis- und Antarktis-Regionen. „Seit 2008 fahre ich mit meiner Frau jedes Jahr im Sommer in die Arktis und im Winter in die Antarktis“, erzählt Rogge.

Die Fotografien entstehen nicht beiläufig, sondern sind zentraler Teil der Reisen: „Eigentlich stehe ich von morgens bis abends an Deck“, so Rogge schmunzelnd – immer ist er auf der Suche nach ungewöhnlichen Motiven.

Dass es davon reichlich gegeben zu haben scheint, stellen die Fotografien eindrucksvoll unter Beweis. „Es gibt so viele spannende Momente“, sagt der Fotograf – und lässt den Besucher an einigen teilhaben.

Dem „unheilbaren Eisvirus“ verfallen

Einige Beispiele: eine Landschaft aus gigantischen Eisbergen und, mittendrin, winzig und zerbrechlich, der historische Dreimaster „Europa“. Ein Angler auf einem winzigen Kahn, mitten in der kanadischen Arktis. Pinguine, Möwen und Seeelefanten. Und, immer wieder, das erstaunliche Spiel des Lichts mit Eis und Wasser.

„Die tausend Blautöne des Eises nehmen einen gefangen“, umschreibt es Rogges Ehefrau Elke. Sie und ihr Mann seien mit dem ersten Besuch dem „unheilbaren Eisvirus“ verfallen – der unstillbaren Lust an den außergewöhnlichen Farben, dem minütlichen Wechsel von Wetter und Seegang. Das Fotografieren ist Rogge ein Entschleunigen vom beruflichen Stress. „Alle Hektik fällt sofort von ihm ab, wenn er seinen Fotoapparat in der Hand hält“, erzählt seine Frau.

Wer die Spiegelungen und Details, die Aufnahmen von Wimpernschlägen in der Ewigkeit des Eises sieht, bekommt eine Vorstellung davon, warum Rainer Rogge zu einem Polarjunkie geworden ist. Einen Monat lang sind die Fotos im Ackerbürgerhaus zu sehen.

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