Folkbirds und Kaurna Cronin überzeugen bei Doppelkonzert im Kreismuseum

Muntermacher für Herz und Füße

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Die Folkbirds gestalteten die erste Hälfte des Doppelkonzerts im Museum.

Syke - Von Dagmar Voss. Zum Mitklatschen und manchmal sogar Mitsingen musizierten im Rahmen der Konzertreihe Songs & Whispers das Bremer Duo Folkbirds und der Australier Kaurna Cronin, unterstützt vom Weyher Gitarristen Kai Kampf auf der gut gefüllten Diele des Kreismuseums.

Mit Folkmusik in unterschiedlichen Variationen unterhielten die vier jungen Musiker ihr Publikum am Dienstagabend.

Die beiden charmanten Folkbirds Dasha Wright und Cara Thompson versprachen alte und neue Klänge aus Schottland und Irland, gemischt mit musikalischen Überlieferungen der amerikanischen Schule. Also fidelten sie zum Auftakt gleich ein paar Reels mit eigenen Improvisationen. , gefolgt von dem ebenso klangvollen Stück „Marywheather“ aus Kentucky. Mit irischen, schottischen und eigenen Songs, neue Arrangements von bekannten Volksweisen begeisterten sie ihre Zuhörer – mit Kombinationen von Geige, Bratsche, E-Piano und Gesang. Soft und anrührend ihre Umsetzung des Patty Griffin Songs „Rain“, ungewöhnlich der hier eher unbekannte Stil „Cape Breton“, einem nach dem Ort in Kanada benannten Tanzrhythmus.

„Wir mischen gern Folk und Jazz, verzeiht uns also, dass wir den Folk manchmal etwas misshandeln“, so Dasha Wright. Die Konzertbesucher nahmen’s eher freudig mit johlendem Beifall und erklatschten sich zwei Zugaben.

Auch wenn die beiden ihr Spiel mit Spontanität und Lebendigkeit sowie manch netter Anekdote bereicherten, so ließ doch die mangelhafte Tontechnik keinen vollkommenen Genuss zu. Immer wieder kam es zu Rückkoppelungen.

Kaurna Cronins rauchige Stimme erinnert in der Verbindung mit Akustik-Gitarre und Mundharmonika manchmal ein bisschen an Bob Dylan, Paul Simon oder Neil Young. Dennoch hat er einen ganz eigenen Stil. Kantige und doch harmonische Indie-Folk-Sounds treffen auf warm-bluesige Gesangspartien. So wurde auch seine Interpretation des Dylan-Songs „Don’t think twice, it‘s allright“ zu einem neuen Hörerlebnis.

Seinen eigenwilligen Kompositionen, gepaart mit ausführlichen Geschichten über deren Entstehung, hätte man noch lange lauschen können. Zur musikalischen Verstärkung hatte der Australier sich Kai Kampf aus Weyhe mitgebracht, für die Zugabe kam sogar noch Tom Wagner dazu. Beide spielen unter anderem in der Band „Blues am Dienstag“ und bei „The Eternal Spirit“. Letztlich ging es schon auf halb elf, als die letzte Zugabe verklang und die Zuhörer beschwingt den Heimweg antraten.

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