Förderverein bezahlt zwei weitere Sternengucker-Bänke für das Gymnasium

Herumfläzen erwünscht

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Erstbenutzer (v.l.): Dieter Grohmann, Claus-Dieter Lösche, Dang Huy Phi, Matthias Radeck und André Kröning.

Syke - Von Frank Jaursch. Auf den ersten Blick ist das hölzerne Sitzmöbel alles andere als bequem. Und auf den zweiten Blick wird klar: Das IST gar kein Sitzmöbel! Die beiden „Sternengucker-Bänke“, die seit kurzem ihren Platz zwischen Gymnasiums-Parkplatz und Eingang gefunden haben, sind zum Liegen da. Und zum Herumfläzen.

„Es gibt so viele Variationen, auf der Bank zu sitzen – oder zu liegen“, schmunzelt Matthias Radeck. Der Lehrer hatte bereits vor zwei Jahren die Anschaffung der ersten vier Sternengucker-Bänke initiiert.

Die haben längst ihren festen Platz gefunden – und eine große Stamm-„Liegenschaft“. „Kommen Sie mal in der großen Pause vorbei, Sie werden sich wundern, wie viele Menschen auf so einer Bank Platz haben“, sagt Radeck.

Die mitunter eigentümlichen Positionen sind ausdrücklich erwünscht. Radeck ging es darum, dass die Schüler in der Pause „anders sitzen als im Unterrichtsraum“.

Die beiden neuen Sternengucker-Bänke aus Robinienholz entstanden, wie schon ihre vier Vorgänger, in der Tischlerei des Westflügels, der Einrichtung für psychisch kranke Menschen. Neben dem ungewöhnlich offenen Winkel zwischen Sitzfläche und Rückenlehne gab es kaum Vorgaben. So entstanden besondere, individuelle Werkstücke ohne rechte Winkel.

Bei der Übergabe war ein Mann dabei, der daran maßgeblich beteiligt war: Claus-Dieter Lösche, bis vor einigen Monaten Schulleiter am Gymnasium, hatte die Idee von Radeck unterstützt. Die wurde dann – eine Bank kostet rund 700 Euro – mit Mitteln aus dem Förderverein umgesetzt.

Die Verbindung zum Westflügel blieb bestehen: Lösche hatte sich fest vorgenommen, öfter in der Tischlerei vorbeizukommen, wenn er erst mal im Ruhestand sei. Krankheitsbedingt konnte er zwar nicht an der Fertigstellung der beiden neuen Bänke mitwirken. Aber mittlerweile ist er regelmäßiger Besucher. „Ich werde da geduldet“, umschreibt es der Ex-Direx mit einem Lächeln.

Lösche genießt die körperliche Anstrengung, den „Ausgleich für den Kopf“, den ihm die Arbeit mit dem Werkstoff Holz bietet. „Man lernt Demut vor dem Werkstück“, so Lösche. Dabei helfen ihm die Mitarbeiter, vor allem aber die Westflügel-Bewohner.

Die waren auch am Donnerstag aktiv: Gemeinsam mit Werkstattleiter André Kröning stellten Dang Huy Phi und Dieter Grohmann die Bänke auf – und durften danach auch schon mal probeliegen. -Sitzen. -Fläzen.

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