Hachestadt erhält Fördermittel

Syke erhält 483.000 Euro für Innenstadt und Klima – und hat einige Pläne

Fahrräder am Fahrradunterstand am Syker Bahnhof. Für die Aufbesserung der dortigen Situation stehen der Stadt Fördergelder von 138 000 Euro zur Verfügung.
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Fahrräder am Fahrradunterstand am Syker Bahnhof. Für die Aufbesserung der dortigen Situation stehen der Stadt Fördergelder von 138 000 Euro zur Verfügung.

Syke – Zuwendungsbescheide für Fördergelder von knapp einer halben Million Euro hat die Stadt Syke in diesen Tagen erhalten. Wie die Verwaltung mitteilt, gibt es 345.000 Euro aus EU-Mitteln unter dem Stichwort „Perspektive Innenstadt“, sowie 138.000 Euro von der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Letztere sind die beantragten Fördermittel für den Ausbau der Fahrradabstellplätze am Bahnhof. Wie berichtet, möchte die Stadt die vorhandenen Plätze dort deutlich aufbessern. Geplant sind zusätzliche Abstellplätze, eine Sammelschließanlage sowie doppelstöckige Abstellmöglichkeiten direkt am Bahnsteig.

Die bewilligten Fördergelder entsprechen den beantragten 70 Prozent der Gesamtkosten. „Bis November 2023 muss alles fertig sein“, sagt Bürgermeisterin Suse Laue. „Aber so lange wollen wir gar nicht damit warten.“ Noch in diesem Jahr soll die Ausschreibung der Gewerke erfolgen, und 2022 soll gebaut werden.

Die 345.000 Euro für die „Perspektive Innenstadt“ kann und will die Stadt auf mehrere Projekte verteilen. Zum Beispiel für Planungskosten zur Nachnutzung von Wessels Hotel, für Bäume an der Hauptstraße und für die mögliche Nachnutzung des alten Standorts der Bäckerei Weymann an der Hauptstraße. Dazu erläutert Erster Stadtrat Thomas Kuchem: „Die Idee ist, Existenzgründungen und die Vermarktung regionaler Produkte anzuschieben.“ Etwa indem die Stadt für begrenzte Zeit die Mietkosten übernimmt. Quasi als Anschubfinanzierung.

Zensus-Zahl verhindert höheren Förderbetrag für Syke

Detail am Rande: Eigentlich hätte Syke aus diesem Fördertopf sogar 720.000 Euro bekommen können – wenn dafür nicht die errechnete, sondern die tatsächliche Einwohnerzahl maßgeblich wäre. Die magische Grenze für die höhere Fördersumme liegt bei 25.000 Einwohnern. Tatsächlich kommt Syke da locker drüber. Laut Einwohnermeldeamt hat Syke etwa 26.500 Einwohner. Maßgeblich für Vergabe der Fördermittel ist aber die errechnete Zahl, die sich aus der Fortschreibung des letzten statistischen Zensus ergibt. Und da kommt Syke nur auf etwa 24.750 Einwohner.

Das wirkt sich auch noch in anderen Fällen aus. „Ginge es nach der tatsächlichen Einwohnerzahl, würden wir auch eine deutlich höhere Konzessionsabgabe erhalten“, sagt Suse Laue. Also deutlich mehr Geld für die Durchleitung von Strom, Wasser und Gas.

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