Syker Räder sollen am Bahnhof sicher stehen / Gibt es Zuschüsse oder nicht?

Fördermittel für Beförderungsmittel

Die Abstellplätze beim Syker Bahnhof sind ein bisschen in die Jahre gekommen. Nach neuen Erkenntnissen gibt es einen Bedarf für 210 zusätzliche Plätze. Die Idee: 140 sollten neu gebaut und die vorhandenen zu einer Sammelschließanlage umgebaut werden.
+
Die Abstellplätze beim Syker Bahnhof sind ein bisschen in die Jahre gekommen. Nach neuen Erkenntnissen gibt es einen Bedarf für 210 zusätzliche Plätze. Die Idee: 140 sollten neu gebaut und die vorhandenen zu einer Sammelschließanlage umgebaut werden.

Syke – Das Fahrrad-Chaos beim Syker Bahnhof hat wohl noch eine ganze Weile weiterhin Bestand. Das ist das Ergebnis einer Beratung im Bauausschuss des Syker Rats. Obwohl der eigentlich das Gegenteil vorgehabt hatte. Doch ein Anruf im Rathaus kurz vor der Sitzung machte das – zumindest vorerst – zunichte.

Worum geht es? Die geschützten Abstellplätze für Fahrräder am Bahnhof reichen nicht mehr aus. Außerdem sind die vorhandenen mittlerweile in die Jahre gekommen und müssten erneuert werden. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn hatte sich die Stadtverwaltung die Situation angeschaut und dabei festgestellt: Es gibt einen Bedarf für 210 zusätzliche Abstellplätze. Am Ende stand der Vorschlag: 140 Plätze sollten neu gebaut und die vorhandenen zu einer sogenannten Sammelschließanlage umgebaut werden. Kalkulierte Gesamtkosten: Etwa 185 000 Euro.

115 000 stehen bereits zur Verfügung. Die fehlenden 70 000 hätte die Politik jetzt genehmigen sollen. Später hätte die Stadt zwei Drittel der Gesamtkosten als Fördergelder zurückbekommen.

Doch die Verwaltung muss zurückrudern: „Wir werden für eine von zwei Baumaßnahmen wahrscheinlich keine Fördergelder kriegen“, informierte Bauamtsleiter Hein Sievers den Ausschuss. „Die zuständige Förderstelle hält es nicht für notwendig, zusätzliche Abstellplätze zu schaffen.“ Schriftlich habe er das noch nicht. Die Förderstelle habe ihm das gerade erst am Telefon mitgeteilt.

Sievers schlug vor, die Beschlussvorlage jetzt entsprechend zu ändern und nur das zu bauen, wofür es tatsächlich Fördergelder gibt. „Wir schauen natürlich parallel, ob wir einen anderen Fördertopf anzapfen können.“

Wilken Hartje (CDU) sprach sich stattdessen für eine völlig neue Beschlussvorlage aus. „Mit den aktuellen Zahlen. Sonst beschließen wir was, von dem wir jetzt schon wissen, dass es so nicht eintreten wird.“ Das hätte eine Vertagung auf eine der nächsten Sitzungen bedeutet. „Und wenn es eilt, muss das eben der Verwaltungsausschuss machen.“

Hein Sievers riet davon ab. „Wir haben es doch schon oft gehabt, dass wir in ähnlichen Situationen trotzdem was bekommen haben, weil andere ihre Eigenmittel nicht zusammengekriegt und ihre Förderanträge wieder zurückgezogen haben.“ In solchen Fällen werden die nicht abgerufenen Fördergelder neu verteilt, weil sie sonst verfallen würden. Auf diese Weise kommen immer wieder mal bereits abgelehnte Anträge doch noch in den Genuss einer Förderung. Sievers empfahl, das Verfahren durchlaufen zu lassen. „Und wenn es nicht klappt, versuchen wir es nächstes Jahr eben noch mal. Es ist ja keine Eile geboten.“

Der Ausschuss verständigte sich anschließend auf folgenden Weg: Die 70 000 Euro werden im Haushalt zwar bereitgestellt, aber mit einem Sperrvermerk hinterlegt. Aufgehoben wird der nur, wenn es Fördergelder gibt. Die Abstimmung darüber fiel einstimmig aus. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat.

Durch einen Umbau wie geplant würden die Fahrradabstellmöglichkeiten gemäß den Anforderungen des ADFC aufgewertet. Gleichzeitig würde der Umbau eines Teilbereiches zu einer umzäunten Sammelschließanlage mehr Sicherheit vor Fahrraddieben bedeuten.

Von Michael Walter

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Tödlicher Unfall: Lkw erfasst Radfahrer zwischen Bassum und Harpstedt

Tödlicher Unfall: Lkw erfasst Radfahrer zwischen Bassum und Harpstedt

Tödlicher Unfall: Lkw erfasst Radfahrer zwischen Bassum und Harpstedt
Reiserückkehrer rausgerechnet: Landkreis Diepholz lockert Corona-Regeln

Reiserückkehrer rausgerechnet: Landkreis Diepholz lockert Corona-Regeln

Reiserückkehrer rausgerechnet: Landkreis Diepholz lockert Corona-Regeln
A 1-Ausbau zwischen Ahlhorner Heide und Stuhr wirft Schatten voraus

A 1-Ausbau zwischen Ahlhorner Heide und Stuhr wirft Schatten voraus

A 1-Ausbau zwischen Ahlhorner Heide und Stuhr wirft Schatten voraus
Streetfashion findet keinen Nachfolger: Fachgeschäft für Kindermoden schließt in Weyhe

Streetfashion findet keinen Nachfolger: Fachgeschäft für Kindermoden schließt in Weyhe

Streetfashion findet keinen Nachfolger: Fachgeschäft für Kindermoden schließt in Weyhe

Kommentare