Flüchtlingsberater für Syke und Bassum geht / Stelle wird neu ausgeschrieben

Stephens hinterlässt Lücke

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Johannes Stephens verlässt nach vier Monaten den Kirchenkreis. Archivfoto

Syke/Bassum - Von Frauke Albrecht. Das Gastspiel war von kurzer Dauer. Johannes Stephens, Flüchtlingsberater für Syke und Bassum, wird in Kürze sein Amt niederlegen. Die Stelle wird neu ausgeschrieben. Der 26-Jährige geht aus persönlichen Gründen. Ihm wurde ein berufliches Angebot unterbreitet, das er nicht ablehnen konnte. „Ich gehe zu einer großen christlichen Stiftung nach Süddeutschland“, bestätigt der junge Mann auf Anfrage unserer Zeitung.

Er hinterlässt eine Lücke, die so schnell wie möglich geschlossen werden soll. „Am besten noch in diesem Jahr“, hofft Marlis Winkler, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks in Syke. Dort ist die Stelle diensttechnisch angegliedert. Es gebe in den Kommunen zwar viele Ehrenamtliche, die einen guten Job machen. „Aber das muss kontinuierlich begleitet werden. Wir bedauern sehr, dass Herr Stephens geht“, sagt die Geschäftsführerin.

Sie habe bereits mit den Kommunen Syke und Bassum gesprochen und sich darauf verständigt, dass die bundesweite Ausschreibung so schnell wie möglich erfolgen soll. Wenn machbar noch im September.

Es soll vorerst bei der Aufteilung 50:50 bleiben, heißt eine halbe Stelle in Bassum und eine halbe Stelle in Syke. Gut möglich, dass die Kapazität irgendwann ausgeweitet werden müsse. Winkler: „Es kommt darauf an, wie sich die Bedarfe entwickeln.“ Gesucht werde ein Sozialarbeiter beziehungsweise eine Sozialarbeiterin. Am besten mit Erfahrung im Bereich Flüchtlingsbetreuung. Geeignete Bewerber sind begehrt. „Wir sind nicht die einzige Kommune, die sucht. Der Bedarf ist hoch“, weiß die Geschäftsführerin. Aus diesem Grund stünden auch die Bewerber, die sich auf die erste Ausschreibung beworben hatten, vielfach nicht mehr zur Verfügung.

Auch wenn der Vertrag von Johannes Stephens Ende September endet, bleibt das Büro (Telefon 04242-1687-49) weiterhin besetzt.

Stephens betreute in den vergangenen vier Monaten die Flüchtlinge vor Ort. „Was mich am meisten gefreut hat, war das vielfache Engagement der Bürger. Soetwas habe ich bisher noch in keinem anderen Bereich erlebt“, lobt der 26-Jährige die Arbeit der Ehrenamtlichen.

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