Stadt mietet Barackengebäude an

Flüchtlinge: Bis zu 50 unter einem Dach

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Im Mai sollen in dieses Gebäude am Ristedter Weg Flüchtlinge einziehen.

Syke - Von Hans Willms. Am Ristedter Weg entsteht derzeit eine Flüchtlingsunterkunft für bis zu 50 Bewohner. Die Stadt hat die Immobilie gegenüber der Kreiszeitung für einige Jahre angemietet, im Gegenzug lässt der Eigentümer das langgezogene Barackengebäude entsprechend ausbauen. Die ersten Flüchtlinge werden dort Mitte Mai einziehen.

Bis Ende Juli erwartet die Stadt Syke insgesamt bis zu 220 weitere Flüchtlinge. Stand heute werden dann etwa 680 Menschen unter anderem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak in der Hachestadt leben. „Wir gehen davon aus, dass wir die Wohneinheit nicht auf einen Schlag belegen werden, sondern dass die Flüchtlinge dort nach und nach einziehen“, erklärte Bürgermeisterin Suse Laue. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Stadtverwaltung die Nachbarn über die Pläne informiert.

Am Ristedter Weg sollen sowohl Familien als auch Einzelpersonen untergebracht werden. Neben Schlafräumen und zwei Küchen, sanitären Anlagen und einem Aufenthaltsraum wird dort auch ein Büro für einen Sozialarbeiter eingerichtet, der sich um die Bewohner kümmert und die ehrenamtlichen Helfer bei der Betreuung unterstützt. Laue: „Bislang haben wir die uns zugewiesenen Flüchtlinge immer sehr dezentral unterbringen können. Am Ristedter Weg entsteht nun eine etwas größere Einheit. Deshalb halten wir es für sinnvoll, dort auch eine Betreuung vor Ort anzubieten.“ Der Sozialarbeiter ist zwar offiziell beim Diakonischen Werk angestellt, wird aber von der Stadt bezahlt.

Bis Ende März hatten sich Bassum und Syke noch einen Sozialarbeiter für die Flüchtlingsbetreuung geteilt. Wegen des starken Zuzugs war es dann aber doch notwendig geworden, jeweils eine Kraft für Bassum und eine für Syke zu beschäftigen. Laue: „Die beiden Kollegen, ein Mann und eine Frau, sind aber sowohl in Bassum als auch in Syke aktiv, denn manchmal wird ein Mann gebraucht, manchmal aber eben auch eine Frau.“ Die schulpflichtgen Kinder der Flüchtlingsfamilien sollen den örtlichen Schulen zugeteilt werden, für die Erwachsenen sind Deutschkurse der Volkshochschule an der Boschstraße vorgesehen.

Bislang habe es im Miteinander von Flüchtlingen und Einheimischen nirgendwo im Stadtgebiet Probleme gegeben, betonte Suse Laue. Die Bürgermeisterin zeigte sich zuversichtlich, dass es auch am Ristedter Weg friedlich bleiben werde. Für den Fall der Fälle aber sei bei der Polizei ein Bereitschaftsdienst eingerichtet worden.

Die Stadt ist derzeit noch auf der Suche nach Unterkünften mit insgesamt rund 30 Schlafplätzen. Ansprechpartner für Immobilienbesitzer ist Horst Meyer, Telefon 04242 / 164300.

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