Finnischer Starpianist und Jazz von den Kapverden: JFK präsentiert Programm-Highlights im ersten Halbjahr 2016

„Aus dem Ruhrgebiet in die Champions League“

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Viel Spaß mit diesen beiden: Starpianist Iiro Rantala (l.) ist gemeinsam mit dem Saxophonisten Jukka Perko am 5. März zu Gast in Syke – unter dem Motto „It takes two to Tango“.

Von Frank Jaursch. Die Feierlichkeiten zum runden Geburtstag stehen bevor – doch der Veranstaltungsverein Jazz-Folk-Klassik (JFK) blickt schon längst weit darüber hinaus: Während der Vorverkauf für die drei Konzerte zum 20-jährigen JFK-Bestehen (Altan / Omar Sosa / Octavians – wir berichteten) läuft, zurren die Organisatoren bereits die Details für das erste Halbjahresprogramm 2016 fest.

Der erste Vorsitzende Rainer Köster und sein Stellvertreter Gerd Harthus haben zwischen März bis Mai vier Konzerte auf die Beine gestellt, die es in sich haben. Beginn: jeweils um 20 Uhr. Der Konzertsaal der Kreissparkasse wird als Veranstaltungsort fungieren – als sichtbares Zeichen für die gelungene Kooperation von Stadt Syke, JFK und KSK.

Den Auftakt macht am Sonnabend, 5. März, ein ungewöhnliches Duo: „It takes two to Tango“ ist der Titel des Programms, das den finnischen Starpianisten Iiro Rantala wieder nach Syke führt – und zwar gemeinsam mit seinem Landsmann, dem Saxophonisten Jukka Perko. Auf höchstem Niveau frönen die beiden einer finnischen Leidenschaft: dem Tango. Und wer Rantala schon einmal erlebt hat, weiß, dass auch der Humor an diesem Abend nicht zu kurz kommt.

„Aus dem Ruhrgebiet in die Champions League“ (Harthus) ging es in den vergangenen Jahren für das Pablo Held Trio. Das vielleicht beste deutsche Piano-Trio ist mit hochkarätigen Preisen nur so überhäuft worden. So gewann Pablo Held für eines seiner jüngsten Projekte sogar Jazzlegende John Scofield, mit dem er eine hochgelobte CD aufnahm. In Syke stellt er sich am Sonnabend, 9. April, vor.

Zwei Wochen später kommt es zu einer Premiere, die man vielleicht schon früher erwartet hätte: Erstmals ist Carin Levine bei einem JFK-Konzert dabei. Die renommierte Flötistin mit Heimatort Ristedt tritt gemeinsam mit Anna Theresa Steckel und Stephan Rahn als „Trio Saigon“ auf. Die drei haben sich zusammengeschlossen, um sich der eher seltenen Trioliteratur für Flöte, Violine und Klavier zu widmen. IhrSchwerpunkt liegt auf Werken der klassischen Moderne. Und die „hält ein überraschendes Repertoire bereit“, betont Köster. Etwa ein Trio des Italieners Nino Rota, der durch die „Der Pate“-Filmmusik zu Weltruhm gelangte.

Den Abschluss im musikalischen Reigen bildet die bekannteste Jazzsängerin der Kapverden: Carmen Souza ist mit ihrer Band am 7. Mai zu Gast in Syke. Köster bezeichnet sie als „wahre Botschafterin der Kultur ihrer Vorfahren“ – und das, obwohl Souza außerhalb des Archipels geboren wurde. Die kreolische Sprache mit ihrer ungewöhnlichen Phonetik ist stets ein starker bestimmender Faktor ihrer Songs.

Noch ist das Halbjahresprogramm nicht komplett – in den kommenden Wochenwerden sich die JFK-Macher noch um einen weiteren musikalischen Tupfer aus Jazz, Folk oder Klassik bemühen, der die kulturelle Karte Sykes wieder ein kleines bisschen bunter macht.

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