Stadt sucht neuen Eigentümer

Feuerwehrhaus in Ristedt zu verkaufen

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Alte Spritze, neue Heizung: Das Ristedter Feuerwehrhaus steht zum Verkauf.

Ristedt - Wer auf der Suche nach einer ungewöhnlichen Immobilie ist, kann jetzt tätig werden: Die Stadt Syke verkauft das ehemalige Feuerwehrhaus der Ristedter Ortsfeuerwehr. Der höchstbietende Interessent erhält den Zuschlag für das gut 450 Quadratmeter große Grundstück mit den drei Gebäuden darauf.

Das Ensemble an der Feuerwehrstraße ist mit der Fusion der beiden Ortswehren aus Gessel und Ristedt und dem Bau des neuen Feuerwehr-Gerätehauses am Ristedter Kirchweg überflüssig geworden. „Das Kommunalverfassungsgesetz gibt Kommunen die Möglichkeit, Vermögensgegenstände, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben nicht benötigen, zu veräußern“, erklärt Peter Hübner, bei der Syker Stadtverwaltung für Liegenschaften zuständig.

Und weil es keinen vernünftigen Grund gibt, das zum Teil 55 Jahre alte Gebäude zu behalten, könnte jetzt die Zeit für jene, die bereits ein Auge auf das Areal geworfen haben, kommen. Und davon gibt es einige, betont Hübner. „Ich habe bestimmt schon mit zehn Interessenten gesprochen.“

Das Interesse der Gesprächspartner – die laut Hübner meist Privatleute sind, die aus dem Ristedter Raum stammen – kommt nicht von ungefähr. „Damit kann man einiges machen“, ist sich Hübner sicher und zählt Beispiele auf. Vom Lagerraum bis zur Abstellhalle für Fahrzeuge, von der Wohnung bis zur privaten Werkstatt. Auch ein Gewerbe ist möglich – wenn es „nicht störend“ ist. Ein Bebauungsplan für das Areal existiert nicht, es gilt gemäß Paragraf 34 des Baugesetzbuches als „unbeplanter Innenbereich“. Heißt im Klartext: Was dorthin kommt, muss sich ins Umfeld einfügen. Anwohner müssen also keine Angst vor einer Hähnchenmastanlage auf dem spitz zulaufenden Grundstück haben.

Möglich wäre auch, die bestehenden Gebäude abzureißen und neu zu bauen – wegen des für solche Zwecke eher suboptimalen Grundstücks-Zuschnitts bezeichnet Bürgermeisterin Suse Laue derartige Pläne aber als „ziemlich sportlich“.

Laue räumt auch mit einem Gerücht auf, das im Zuge des Umzugs die Runde gemacht haben soll: Spekulationen, das Gebäude hätte keinen Zugang zur Straße, seien unzutreffend. „Der ganze Vorplatz grenzt an die Straße“, so die Verwaltungschefin.

Zwei Besonderheiten hat die Immobilie noch – eine ganz alt, eine ganz neu: Die historische Spritze, die derzeit noch im Gebäude steht, wird laut Laue ins neue Feuerwehrhaus verlegt, ist also kein Teil des Verkaufs. Anders sieht es mit der hochmodernen Gas-Brennwert-Therme aus, die erst vor drei Jahren eingebaut wurde. Sie gehört zum Paket mit dazu.

Für alle Interessierten (und Neugierige) bietet Peter Hübner einen Besichtigungstermin an: am Samstag, 23. November, von 9 bis 11 Uhr. Anschließend wartet er auf Angebote: Bis zum 10. Dezember nimmt er noch verschlossene Briefumschläge mit der Aufschrift „Feuerwehrstraße 1“ entgegen.

„Wir sind ganz optimistisch, einen Käufer zu finden“, sagt Hübner. Einige Bürger hätten wohl schon recht konkrete Ideen, was man mit den Gebäuden machen könnte. Hübner selbst erlebt einen Verkauf eines Feuerwehrhauses auf Syker Grund und Boden zum zweiten Mal: Ende der 1990er-Jahre hatte die Stadt das Gerätehaus der Gesseler Wehr an der Syker Straße an den Angelsportverein verkauft.

Nicht zum Verkauf steht hingegen das alte Gesseler Feuerwehrhaus: Wie Suse Laue erklärt, benötigt die Syker Feuerwehr die dortigen Stellplätze auch weiterhin. Den anliegenden Sozialraum hingegen darf künftig die Dorfgemeinschaft Gessel-Leerßen nutzen.

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