Am Gerätehaus in Heiligenfelde fehlen Flächen zum An- und Ausbau

Feuerwehr sucht Platz an der Sonne

Am liebsten würde die Heiligenfelder Feuerwehr bleiben, wo sie ist. Aber das Gerätehaus an der Königsstraße ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Es gibt jedoch keinen Platz für die erforderliche Erweiterung. Die benachbarten Flächen darf die Feuerwehr zwar zum Teil benutzen, sie gehören ihr aber nicht, sondern sind in Privatbesitz. - Foto: Jantje Ehlers

Heiligenfelde - Von Michael Walter. Die letzte Sitzung vor der Wahl und damit die letzte in alter Zusammensetzung – da wollte der Heiligenfelder Ortsrat am Montag Abend im DGH noch einige Themen für die zukünftige Ortsentwicklung auf den Weg bringen. Doch eh sie sich's versahen fanden sich Mitglieder wie Zuhörer in einer Diskussion über den Neubau der Feuerwehr und die Frage nach dem richtigen Standort dafür wieder.

Fakt ist: Das Gerätehaus an der Königsstraße ist mit 44 Jahren das älteste in Syke. Dach, Heizung und Elektroinstallation sind sanierungsbedürftig. Die sanitären Anlagen sind noch immer die aus der Erstausstattung.

„Seit Jahren wird über eine Grundsanierung gesprochen. Inzwischen haben wir es auf den zweiten Platz in der Warteliste geschafft“, schilderte Ortsbrandmeister Heinrich Lührs. „Der Knackpunkt ist aber der Standort selbst. Das Grundstück ist zu klein, das Gebäude ist zu klein, und ein Aus- oder Anbau nach heutigem Standard wäre nicht möglich.“ Vor allem, weil die Flächen nebenan nicht der Stadt gehören, sondern in Privatbesitz sind. Außerdem wäre fraglich, ob sich angesichts des benachbarten Wohngebiets alle Vorschriften zum Lärm- und Emissionsschutz einhalten ließen. „Da stellt sich die Frage: Macht es überhaupt Sinn, in den bestehenden Standort zu investieren?“

Insgesamt zehn denkbare Alternativen hat sich das Ortskommando schonmal auf dem Stadtplan ausgekuckt – von denen einige sich aber bereits als nicht machbar erwiesen haben. Etwa die strategisch günstige, weil zentral gelegene freie Fläche hinter dem ehemaligen Bahnhof Heiligenfelde (an den heute nur noch ein symbolisch abgestellter Güterwagen an der B 6 erinnert). Heinrich Lührs: „Gebäude, Parkplätze, Personalzufahrt, Alarmausfahrt – das passt dort alles gar nicht hin.“

Manuel Schulenberg (CDU) zeigte sich „sehr überrascht über die Diskussion“, die er an dieser Stelle für verfrüht hielt. Sein Parteikollege und Ortsbürgermeister Wilken Hartje warf ein: Genau diese Diskussion werde im Ort aber bereits seit geraumer Zeit geführt, und zwar sehr emotional und leidenschaftlich. Daher sei es sinnvoll, sie jetzt auch „offiziell“ in der Politik und mit der Verwaltung zu führen. Zumal derartige Planverfahren heute deutlich länger dauerten als vor 20 oder 30 Jahren.

In einem ersten Schritt soll die Stadtverwaltung nun ausloten, ob es Möglichkeiten gibt, dass die Feuerwehr doch noch an ihrem alten Standort erweitern kann. Wenn nicht, soll das Ortskommando sich auf zwei oder drei Alternativstandorte fokussieren. Was Lage und Größe betrifft, soll die Feuerwehr aber in jedem Fall auch eine denkbare Fusion mit den Ortswehren aus Wachendorf, Henstedt und / oder Jardinghausen im Blick behalten.

Anderes Thema: Baugebiete. Laut Hartje gibt es in Heiligenfelde derzeit nur noch gut ein Dutzend freie Bauplätze. Einige weitere Grundstücke werden gerade entlang der Straße Am Schwarzen Meer baureif. Mittelfristig war's das dann aber erstmal. Hartje verwies auf den Flächennutzungsplan: Der weist etwa nördlich des Mühlenkamps noch große Flächen als mögliche Wohngebiete aus und an mehreren anderen Stellen Mischgebiete. Es sei wünschenswert, Teile davon baureif zu machen.

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