Feuerwehr im Einsatz

Großalarm in Syke: Holzschuppen, Garage und Gartenhaus stehen in Flammen

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Ein Gebäude in der Sulinger Straße

Syke - Von Theo Wilke. Knallartige Geräusche schrecken am Freitag kurz vor 12 Uhr Anwohner der Sulinger und Seemeyerstraße aus der Mittagsruhe auf. Sie alarmieren die Feuerwehr, als Flammen und dichter Qualm aus der Werkstatt eines 89-jährigen Nachbarn dringen.

Beim Mirabellen-Entsaften mithilfe einer Gasflasche soll sich eine Decke auf dem Entsafter entzündet haben. Die Gasflasche explodiert aber nicht. Niemand wird verletzt. Die Brandursache ist noch nicht ganz geklärt. 

„Ich habe schon viel Obst entsaftet, auch schon Kirschen. Das ist bislang alles gut gelaufen. Das mache ich schon ewig“, meint der betroffene Rentner sichtlich geknickt. Seit 1959 wohnt er an der Seemeyerstraße. Und noch nie sei was passiert. Er vermutet, dass diesmal die Decke verrutscht ist, die er auf den Entsafter legt, damit sich das Ganze nicht so schnell abkühlt. Möglicherweise war es der Wind durch das geöffnete Fenster.

Der Rentner, der bei Ausbruch des Feuers beim Mittagessen sitzt, kommt noch glimpflich davon. Der Holzschuppen brennt zwar komplett ab, die direkt angrenzende Garage des 89-Jährigen wird nur im Dachbereich beschädigt. Die Einsatzkräfte entfernen unter Atemschutz Dachpfannen, um sicherzustellen, dass es nicht weitere Glutnester gibt. Außerdem haben die Flammen das Gartenhaus des rückwärtigen Nachbarn total beschädigt. 

Glücklicherweise steht der Wind am Freitag günstig und treibt die Flammen nicht in Richtung Wohnhaus. Nach gut einer halben Stunde ist der Brand gelöscht. Feuerwehrsprecher Ihno Fißer: Mehrere Gasflaschen, die übers Sicherheitsventil abgeblasen und das Feuer verstärkt hätten, seien aber nicht explodiert. Rund 70 Einsatzkräfte aus sechs Syker Ortsfeuerwehren sind vor Ort. Um 11.59 Uhr sei die erste Alarmmeldung „Gebäudebrand“ eingetroffen, so Fißer. Die Ortsfeuerwehren Syke, Barrien und Henstedt rücken daraufhin aus. 

Aufgrund der Gefahrenlage, der „knallartigen Geräusche“ und des Übergreifens der Flammen auf das Gartenhaus des Nachbarn, berichtet Fißer, sei die nächste Alarmstufe ausgelöst worden. Daraufhin eilen Einsatzkräfte aus Okel, Gödestorf und Gessel zur Seemeyerstraße. 

Die Rauchschwaden sind sogar in Achim zu sehen. Die Feuerwehr schützt gleichzeitig die benachbarten Häuser vor einem weiteren Übergreifen der Flammen. Der Feuerwehrsprecher zu den Knallgeräuschen: „Offenbar sind einige Dachplatten bei der gewaltigen Hitze zerplatzt.“ Zwei Rettungswagenbesatzungen stehen bereit, müssen aber nicht eingreifen. Die Polizei ermittelt noch die exakte Brandursache und den Gesamtschaden.

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