Festlich-fröhliche Buchvorstellung im überfüllten Dorfgemeinschaftshaus

Wachendorfer Ortschronik ist schon jetzt ein Bestseller

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Das A-Cappella-Quartett Passionate sorgte für musikalische Auflockerung zwischen den Kapiteln der Lesung.

Wachendorf - Von Dieter Niederheide. „Damit haben wir nicht gerechnet“, staunte Manfred Rinas, Vorsitzender des Bürgervereins, mit Blick auf den enormen Andrang von Besuchern zur Präsentation der Ortschronik am Samstag im Dorfgemeinschaftshaus. Um allen einen Platz zu ermöglichen, wurden kurzerhand Stühle aus dem Feuerwehrgerätehaus herangeholt.

Unter den Gästen: Marlies Bruns, Enkelin des ehemaligen Wachendorfer Dorfschulmeisters August Meyer. Sie hatte mit alten Fotos zum Kapitel Schulgeschichte beigetragen. Nicht zu vergessen Stadtarchivar Hermann Greve, dem für seine Unterstützung gedankt wurde.

Bereits bei der festlich-fröhlichen Vorstellung war die Ortschronik der Hit. „Das ist jetzt schon ein Bestseller für den Ort und darüber hinaus“, sagte ein Besucher treffend. Für die Autoren Käthe Bobrink, Werner Köhler, Hubert Schulten und Manfred Hänjes sowie für den Bürgerverein als Herausgeber ein Beweis, dass die akribische, über Jahre andauernde Recherche und Arbeit Anerkennung und Würdigung finden.

Den Autoren gelang es, Geschichte, Gegenwart und den Blick in die Zukunft auf 400 Seiten in Wort und Bild zu einer spannenden Lektüre zu vereinen. Beim Wort Zukunft sei an dieser Stelle aus der Veranstaltung die Aufführung des Sketches „Dat Schooltügnis“, ein Stück Schulgeschichte, hervorgehoben: Die Kinder Carina Meyer, Finja Köhler, Dominik Martens und Sebastian Adams konnten sich über lebhaften Beifall für ihr Spiel freuen. Das Plattdüütsch brachten sie sicher zur Gehör.

Von einer hochwertigen Chronik sprach Ortsbürgermeister Jochen Harries, der der Chronikgruppe, die anfangs aus elf Frauen und Männern bestand, und dem Bürgerverein seine Anerkennung aussprach.

Hubert Schulten war es, der einleitend zur Ortschronik Stellung nahm und zum Inhaltsverzeichnis angab, dass von der geografischen Lage bis zur historischen Entwicklung und Namensgebung sowie hin zu den Ortsteilen bis hin zur Höfechronik und Beschreibung der Häuser alles erfasst wurde.

Natürlich fehlten die Besonderheiten des Dorfes und seine Gewässer, Sandgruben, Flurnamen und Flurstücke nicht. Mit Bildern werden für ältere Wachendorfer Erinnerungen wachgerufen. Schulten, selbst viele Jahre Schulmeister in Wachendorf, verfasste in der Chronik die Schulgeschichte des Ortes und trug bei der Präsentation einiges daraus vor. Dabei kamen beispielsweise Schulmeister August Meyer (der 1908 nach Wachendorf kam) und „Fräulein“ Meißner nicht zu kurz.

Gut das Timing und gewollt die Gesangsbeiträge des A-Cappella-Quartetts Passionate und die „2 Musiker“, die zu einzelnen Kapiteln sangen und musizierten. Bei dem Kapitel, in dem Wachendorfer in den Kriegsdienst zogen, sangen sie „Adieu, mein kleiner Gardeoffizier“. Und das „Heimweh“ trugen sie vor, als Käthe Bobrink vom Flüchtlingsproblem sprach.

Käthe Bobrink las aus ihren Beiträgen zu den Themen Flüchtlinge und Höfe in Wachendorf vor.

Über die Kolonie (Colonie) Wachendorf, geteilt durch die Bundesstraße 6, las Werner Köhler aus seinem informativen und spannenden Beitrag in der Chronik vor. Die Colonisten hatten es laut Köhler gar nicht so leicht, sich anzusiedeln – und das nicht nur, weil der Lehmboden so schwierig war.

Mit der Wachendorfer Hymne klang eine lebhafte Chronikvorstellung aus. Für 29 Euro zu erwerben ist das Buch weiterhin bei Werner Köhler (04240/401) und Hans-Hermann Lindhorst (04240/1548) sowie bei den Heiligenfelder Geschäftsstellen der Kreissparkasse und der Volksbank.

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