Fahrzeuge beschädigen junge Weizensaat

Quad-Fahrer pflügen über bestellte Felder

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Kein missglücktes Werder-W, sondern der sichtbare Schaden auf einem Acker, auf dem bereits Saatgut aufgebracht worden war. Die geschädigten Landwirte haben Anzeige gegen die mutmaßlichen Verursacher gestellt.

Okel - Auf den ersten Blick scheint es nur ein Kavaliersdelikt zu sein, doch bei näherem Hinschauen ist der Ärger der Geschädigten verständlich: In den vergangenen Tagen haben mehrere Okeler Bauern auf scheinbar brachliegenden Äckern deutliche Fahrspuren entdeckt. Das Problem: In den Feldern ist bereits Saatgut eingebracht worden.

Eine Überprüfung der Spuren ergab: Die Täter waren mit Quads über die Felder gejagt. „Die Flächen sehen schwarz aus, aber da ist schon was drin“, erklärt Martin Büntemeyer. Wo die Fahrzeuge mit ihren Manövern tiefen Spuren hinterlassen haben, hat das Getreide keine Chance mehr. „Diese Spuren siehst du auch nächstes Jahr im Mai noch“, so Büntemeyer.

Von den Ernteeinbußen abgesehen, sorgen die zerfahrenen Flächen für eine zunehmende Verkrautung der Felder – ein Effekt, den die Bauern stets zu vermeiden versuchen.

Noch schwerer aber wiegt die Sorge vor Nachahmern. „Die haben bei mir richtig Kreise reingefahren“, beschreibt Hartmut Alms die Situation, „das ist ja wie eine Einladung für die Nächsten.“

Die geschädigten Landwirte haben bei der Polizei eine Anzeige aufgegeben; Augenzeugen hatten Nummernschilder der mutmaßlichen Täter notiert. Alms vermutet keinen bösen Willen, sondern Unkenntnis bei den Quad-Fahrern: „Wo schon was rausguckte, sind sie nicht draufgefahren.“

fj

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