Fahrradhändler stellen Stadtverwaltung zwei Wochen lang Pedelecs zur Verfügung

Muskelkraft statt Gaspedal

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Bürgermeisterin Suse Laue mit den vier Pedelecs und ihren Überbringern (v.r.) Markus Müller (Per Pedal), Klaus Heinrich (Zweirad Heinrich), Peter Unger und Helmut Haake (beide Fahrrad Haake).

Syke - Von Frank Jaursch. Sattel statt Fahrersitz, Muskelkraft statt Gaspedal: Die Mitarbeiter der Syker Stadtverwaltung sollen künftig verstärkt per Drahtesel unterwegs sein. Seit gestern stehen vier Dienst-Pedelecs für Fahrten im Stadtbereich bereit – zur Verfügung gestellt von den Syker Fahrradhändlern Haake, Heinrich und Per Pedal.

„Mit den Fahrrädern ist man ebenso schnell im Stadtbereich unterwegs wie mit dem Auto – wenn nicht schneller“, ist Bürgermeisterin Suse Laue überzeugt. Sie will darüber hinaus auch ein Beispiel in Sachen E-Mobilität setzen. „Und gesund ist es zudem!“

Auf Nachfrage des Ersten Stadtrats Thomas Kuchem erklärten sich die drei Fachbetriebe spontan bereit, Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Per Pedal und das Zweirad-Center Heinrich steuern Modelle der Firmen Flyer und Kettler bei, die im Verleih oder als Probefahrt-Räder im Einsatz sind. Helmut Haake kam mit zwei neuen Kalkhoff-Pedelecs.

14 Tage lang stehen die vier Gefährte jetzt für die Mitarbeiter zur Verfügung. Die durften auch bislang schon auf zwei Rädern unterwegs sein, berichtet Laue. Dafür standen der Stadt nicht abgeholte Fundräder zur Verfügung. „Aber das sind doch eher...“ – „Gurken“, komplettiert Klaus Heinrich grinsend.

Da ist das Fahren auf den neuen Zweirädern schon ein ganz anderes Gefühl. Auf Wunsch schaltet sich ein Elektromotor ein und unterstützt den Fahrenden bis zu einem Tempo von 25 Kilometern pro Stunde.

Die Akkus, die den Hilfsmotor versorgen, sind in vier bis sechs Stunden aufgeladen – und helfen dann für 60 und 100 Kilometer, ans Ziel zu kommen. Der Neupreis der Pedelecs liegt bei etwa 2300 Euro pro Stück.

Kuchem sieht dabei auch und gerade für die Fraktion der Schlipsträger und Kostümträgerinnen eine neue Chance. Bei einem Fahrrad müssten die abwinken, weil sie es sich nicht leisten könnend, schwitzend bei einem Termin zu erscheinen. Nun – diese Entschuldigung fällt jetzt weg.

Ohnehin, so berichten die Vertreter der Fahrradhändler unisono, ist das E-Bike dabei, sich vom Senioren-Image zu verabschieden. „Das Alter der Kundschaft geht gewaltig runter“, sagt Helmut Haake. Mittlerweile ist etwa jedes zweite Fahrrad, das in Syke verkauft wird, ein Rad mit Elektroantrieb.

Die Stadtverwaltung könnte ein guter neuer Kunde für die Syker Fahrradhändler werden – wenn sich das Konzept bewährt. Mindestens zwei Wochen haben die Mitarbeiter jetzt Zeit zum Testen. Ein bisschen mehr tun als im Auto müssen sie dennoch – E-Motor hin oder her. „Denn treten“, betont Thomas Kuchem schmunzelnd, „muss man ja trotzdem.“

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