Fahrbahn wird 2016 erneuert / Anwohner müssen für Fußweg nicht zahlen

Okel bekommt eine neue L333 vom Land spendiert

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An Regentagen verwandelt sich die L333 in Okel am Straßenrand schon gerne mal in ein Flüsschen. Der Handlungsbedarf an der Okeler Straße ist augenscheinlich – nicht nur wegen der mangelhaften Oberflächenentwässerung.

Okel - Von Frank Jaursch und Michael Walter. Okel erhält nächstes Jahr eine neue Ortsdurchfahrt. Voraussichtlich ab dem Frühjahr wird die L333 zwischen dem Ende des jetzigen Bauabschnitts und dem Ortsausgang in Richtung Riede saniert. Darüber informierte jetzt die zuständige Straßenbau-Behörde aus Nienburg die Anlieger.

Die Fahrbahn brüchig, die Oberflächenentwässerung teilweise nicht vorhanden: Schnell war bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr klar, dass hier eine umfassende Maßnahme notwendig sein würde. „Das ganze Asphalt-Paket“ soll in einigen Bereichen entfernt werden, kündigte Jürgen Callies, der Sachgebietsleiter Straßenentwurf im Straßenbauamt Nienburg, gestern an.

Insgesamt soll eine Strecke von 3,5 Kilometern Bestandteil der Maßnahme sein. Callies schätzt das finanzielle Volumen auf eine Million Euro. Ab dem Frühjahr – so der Plan – wird die Fahrbahn in einigen Abschnitten ausgebessert, in anderen komplett erneuert. Eine Pflastermulde von 50 Zentimetern Breite wird auf der Südseite zur Entwässerung eingebaut– dadurch verbreitert sich die Straße auf 6,50 Meter.

Da im Abschnitt zwischen Schulstraße und Alte Beeke auch ein neuer Kanal verlegt werden muss, wird auf diesem etwa 500 Meter langen Teilstück auch der Bürgersteig erneuert. Wegen der Größe des Kanalbetts müssen dabei teilweise die Gartenmauern abgerissen und neu gebaut werden.

Von der Schulstraße bis An der Beeke werden Fußweg und Bordstein völlig neu gebaut. Von An der Beeke bis Alte Beeke bleibt der vorhandene Fußweg erhalten und wird ausgebessert. Gute Nachricht für die Anlieger: Die Kosten trägt das Land. Die Anlieger müssen nur für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung 40 Prozent als Beitrag zahlen.

Auch die Stadt profitiert von dem Vorhaben – sie beteiligt sich lediglich mit den Kosten für neues Material am Bau des Fußwegs. Ein kombinierter Rad- und Fußweg, wie ihn für diesen Abschnitt unter anderem Ortsrat und ADFC schon lange fordern, ist allerdings nicht vorgesehen.

Zwei Gründe sprechen laut Auskunft der Behörde dagegen: Erstens muss so ein kombinierter Rad- und Fußweg mindestens 2,50 Meter breit sein. An dieser Stelle stehen aber nur gut 1,50 Meter zur Verfügung. Zweitens finanziert das Land Radwege nur ab täglich 4400 Fahrzeugen auf der Straße aufwärts. Und davon ist die L333 mit im Schnitt gut 2000 Fahrzeugen am Tag weit entfernt.

„Wir werden nach Abschluss des Ausbaus eine Ausnahmegenehmigung beantragen, die den Fußweg für Radfahrer freigibt“, sagt Ortsbürgermeister Jürgen Schmock dazu.

Die geringe Verkehrsdichte ist auch der Grund, warum es aus Sicht der Behörde derzeit keine Chance für den Bau eines Radwegs zwischen Okel und Felde gibt.

Während es im Ort massiven Handlungsbedarf gibt, gestaltet sich ab Ortsausgangsschild die Maßnahme weniger aufwändig. Der Bereich bis zur Kreisgrenze dürfte sich ähnlich problemlos gestalten wie schon die Strecke zwischen Barrien und Okel, die derzeit erneuert wird. Dort gehen die Arbeiten laut Jürgen Callies gut voran und können möglicherweise schon in der kommenden Woche abgeschlossen werden.

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