Experimente und Theater

400 Besucher beim Familiennachmittag in der Stadtbibliothek Syke

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Adele und Emilia lassen sich beim Familiensonntag in der Stadtbücherei aus Susanne Webers „Die Eule mit der Beule“ vorlesen. Für das Vorlesezelt begeisterten sich viele der jungen Besucher.

Syke - Von Dieter Niederheide. Das war in der Stadtbibliothek ein Familiensonntag ganz nach dem Herzen der 400 Besucher, darunter mehr als 200 Kinder. Künftige Erzieherinnen und Erzieher (ausgebildete Sozialassistenten) aus dem ersten Ausbildungsjahr der BBS Syke widmeten sich zwar nicht dem ursprünglich vorgesehenen Thema Wald, begeisterten dafür jedoch mit eindrucksvollen Experimenten, Theater, Schminken, Lesen, Basteln und Spielen.

Mit den Lehrerinnen Marion Jannik und Anja Burkert bezogen die 39 Schülerinnen und Schüler bei jedem Auftritt, bei jedem Spiel und jedem Experiment die Kinder zu deren Freude mit ein.

Die Mädchen, Jungen und auch ihre Eltern staunten angesichts der Experimente, die die BBS-Schülerinnen präsentierten. Ein Beispiel: der Abschuss einer Teebeutel-Rakete. Die Teebeutel-Rakete, beziehungsweise das, was davon übrig blieb, flog etwa 80 Zentimeter hoch.

Die Schüler der BBS geben den Besuchern die Möglichkeit, sich bei Experimenten auszuprobieren.

An anderen Stationen zeigten die Akteure Geheimschrift aus Zitrone, einen Backpulvervulkan und eine Rasierschaum-Regenwolke.

Nicht weniger aufmerksam verfolgten die Kinder die Aufführungen der Theatergruppe. Dort durften sie mitmachen, was sie nur allzugern getan haben. Die Musik dazu wurde ebenfalls von den künftigen Erziehern aufgespielt. Die Schminkgruppe hatte reichlich zu tun – und zwar nicht nur mit den Kleinsten. Ein Vater ließ sich sehr zur Freude des kleinen Sohnes die Raupe Nimmersatt auf die Stirn schminken. Es dauerte nicht lange und große und kleine Gesichter waren als Tiger, Pirat oder Spiderman unterwegs.

„Von der Resonanz erschlagen“

Klar, dass auch vorgelesen und gelesen wurde, eine Mutter las die Geschichte von Lilly aus dem Moor vor, der Filius hatte jedoch mehr das weiße, schleierartige Vorlesezelt im Auge.

Es war die ganzen drei Stunden über Hochbetrieb in der Stadtbibliothek, Kaffee, Tee und Kuchen (selbst gebacken von den Frauen des Fördervereins der Stadtbibliothek) waren begehrt. Für die Helferinnen und Büchereileiterin Jutta Behrens gab es keine Verschnaufpause. Behrens: „Ohne die Unterstützung des Fördervereins wäre das heute gar nicht möglich gewesen. Wir waren erschlagen von der Resonanz.“

Sie selbst war begeistert von den Theateraufführungen. Wie sie unserer Zeitung sagte, war sie von der Aktivität der Schüler sehr angetan. „Wenn ihr Luft habt, könnt ihr nächstes Jahr gerne wiederkommen“, lud sie die BBS-Klassen schon jetzt für 2019 ein.

Wie es überhaupt zur Veranstaltung gekommen ist, erklärt Lehrerin Marion Jannik: „Wir benötigen eine Möglichkeit, den Schülern zu Literatur zu verhelfen, haben den Kontakt zu Jutta Behrens gesucht und es entstand die Idee zur Kooperation, die nun zum Tragen kam.“

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