„Nicht das beste Golf – aber der beste Zweck“ 

Prominente Ex-Fußballer sind auf dem Golfplatz in Okel

Der Ex-Fußballer und Dortmunder Stadionsprecher Norbert Dickel ist der Initiator und Präsident von Gofus. Ab Sonntag ist er in Okel zu Gast – mit mehr als 30 Ex-Profis. - Foto: Georg Kruggel

Okel - Von Frank Jaursch. Ein kleiner Einfall mit einer großen Wirkung: Als Ex-Fußballprofi Norbert Dickel vor 16  Jahren eine Gruppe von anderen ehemaligen Profikickern um sich scharte, um golfend Geld für einen guten Zweck zu sammeln, ahnte noch niemand, wie groß und außergewöhnlich das Projekt Gofus einmal werden sollte. Bis heute sind mehr als fünfeinhalb Millionen Euro für soziale Projekte erspielt worden. Ab Sonntag macht Gofus Station in Syke.

Mehr als 30 Prominente spielen zwei Tage lang auf der 27-Loch-Anlage in Okel die Gofus Championship aus – gemeinsam mit Vertretern von Firmen, die für den Spaß, mal mit einem Ex-Nationalspieler eine Runde zu drehen, bezahlen.

Mit ihrer Hilfe und mit den Sponsoren, die das spaßige Spektakel unterstützen, sollen wirtschaftlich schwächer gestellte Kinder und Jugendliche gefördert werden: Gofus lässt Spiel- und Bolzplätze bauen und nutzt zudem seine Verbindungen, um Praktikums- und Ausbildungsplätze für die Jugendlichen zu akquirieren.

Mehr als 500 Ex-Profis und weitere Prominente haben sich dem Projekt mittlerweile angeschlossen. Auf der Teilnehmerliste für Okel finden sich unter anderem Ex-Nationalspieler wie Thomas Brdaric, Marko Rehmer und Stefan Beinlich, Werder-Helden wie Uli Borowka und Rigobert Gruber – oder Trainergrößen wie Horst Köppel und Wolfgang Sidka. Auch die Handball-Legenden Christian Schwarzer und Martin Schwalb schlagen ab Sonntag in Okel ab.

„Für die Popularität, die Fußballer genießen, wird eigentlich viel zu wenig im sozialen Bereich gemacht“, findet Dickel. Er ist nicht nur Initiator, sondern auch bis heute Präsident von Gofus. Und blickt selbst mit einem gewissen Unglauben auf die rasante Entwicklung seiner Idee. „Das Ganze wurde irgendwann zum Selbstläufer“, schmunzelt der Ex-Fußballer, der heute unter anderem als Dortmunder Stadionsprecher Kult geworden ist.

Aus dem gemeinsamen Spaß für einen guten Zweck sind im Lauf der Jahre „endlos gute Freundschaften entstanden“ – auch über scheinbar unüberwindbare Vereinsgrenzen hinweg.

„Vielleicht nicht das beste Golf – aber der beste Zweck“ ist ein Satz, der die Gofus-Aktivitäten gut umschreibt. Wobei auch die sportliche Qualität mitunter ganz erstaunlich ist. Karsten Hutwelker etwa, einst Bundesligaspieler unter anderem bei Düsseldorf, Bochum und Köln, golft im Schnitt unter Platzstandard – also im Pro-Bereich. Und auch Norbert Dickels Handicap ist mit 5,1 bemerkenswert niedrig.

Gute Fußballer sind also quasi automatisch auch gute Golfer. Oder? Dickel lacht. „Wenn Sie den einen oder anderen von uns spielen sehen, werden Sie so was nicht noch mal sagen.“

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