„Das ist etwas, das bleibt“ 

Park am Mühlenteich heißt seit jetzt Edgar-Deichmann-Park

Claudia Deichmann Monreal (Mitte) enthüllte am Montag den Gedenkstein zu Ehren ihres Vaters. Umrahmt wird sie dabei von Bürgermeisterin Suse Laue (rechts) und Edgar Deichmanns Syker Wahl-Tochter Ilse-Marie Voges. - Foto: Jantje Ehlers

Syke - Von Michael Walter. Der Mühlenteich-Park heißt jetzt Edgar-Deichmann-Park. Am Montag um 17.24 Uhr enthüllte Claudia Deichmann Monreal, die Tochter des kürzlich in Brasilien verstorbenen Syker Ehrenbürgers, einen Gedenkstein mit dem Namenszug ihres Vaters, den die Stadt am künftigen Hauptzugang zum Park gegenüber der Bärengruppe am Mühlendamm hat aufstellen lassen.

Der Gedenkstein ist übrigens ein echter Syker Findling, der bei Bauarbeiten gefunden und lange am Bauhof gelagert worden ist. Er ist im Wesentlichen naturbelassen. Den Schriftzug hat die Syker Steinmetzin Louise Franz im Auftrag der Stadtverwaltung eingraviert.

Bürgermeisterin Suse Laue ging in ihrer Ansprache noch einmal kurz auf den zurückliegenden Entscheidungsfindungsprozess ein. Wie berichtet, hatte der Arbeitskreis 9. November ursprünglich beantragt, eine Straße nach Deichmann zu benennen.

Über diese Idee habe in Politik und Verwaltung allgemeiner Konsens geherrscht, so Laue. Die Suche nach einer geeigneten Straße sei indes weit schwerer gewesen. „Allen war klar: Es sollte in der Kernstadt sein, und keine Straße in einem Neubaugebiet“, so Laue. Als sich keine Lösung abzeichnete, habe die Verwaltung vorgeschlagen,den Park nach Edgar Deichmann zu benennen.

Laue versuchte auch, den Gegensatz zwischen offizieller Namensgebung und allgemeinem Sprachgebrauch aufzulösen: „Der Mühlenteich wird immer der Mühlenteich bleiben“, sagte sie. „Aber das heißt ja nicht, dass der nicht in einem Edgar-Deichmann-Park liegen könnte.“

Vor allem sei der Park ein Ort, der von vielen Menschen genutzt werde, so Laue. Und damit sei er ein Ort, der sich dem Andenken Edgar Deichmanns würdig erweise.

Claudia Deichmann Monreal freute sich sehr. „Ich finde gar keine Worte dafür. Für mich ist das eine gute Sache. Mein Vater hat Syke sehr geliebt und dieser Park ist sehr, sehr schön. Dass dieses schöne Fleckchen Erde jetzt seinen Namen trägt, ist einfach wundervoll.“

Nicht zuletzt auch, weil sie weiß, dass damit der Familienname Bestand hat. „Mein Vater und seine Brüder hatten nur Töchter. Ich führe noch den Namen Deichmann und meine Kinder ebenfalls. Deren Kinder schon nicht mehr. Aber dieser Park – das ist etwas, das bleibt. Ich kann nichts anderes sagen als: Danke!“

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