Barrier Neubaugebiet noch ohne Beleuchtung

Fehlende Straßenlaternen: Es dunkelt schon die Moorheide

Das Baugebiet Nördlich der Moorheide in Barrien ist schon größtenteils bewohnt. Die Straßenbeleuchtung ist in Vorbereitung, aber noch nicht installiert. Darüber ärgert sich Anwohner Christoph Ostendorf und kritisiert die Stadtverwaltung. Die ist aber für das noch unfertige Baugebiet gar nicht verantwortllich.
+
Das Baugebiet Nördlich der Moorheide in Barrien ist schon größtenteils bewohnt. Die Straßenbeleuchtung ist in Vorbereitung, aber noch nicht installiert. Darüber ärgert sich Anwohner Christoph Ostendorf und kritisiert die Stadtverwaltung. Die ist aber für das noch unfertige Baugebiet gar nicht verantwortllich.

Barrien – Es liegt in der Natur der Sache: Im Winterhalbjahr ist’s in unseren Breitengraden früh und lange dunkel. Blöd, wenn man dann aus dem Haus tritt und buchstäblich nicht die Hand vor Augen sieht. Im Baugebiet Nördlich der Moorheide in Barrien ist das der Fall. Das ist bereits so weit fertig, dass schon ein Großteil der Häuser bewohnt ist, aber wiederum noch nicht so weit fertig, dass die Straßenlaternen schon funktionieren würden.

Christoph Ostendorf ärgert das. Er hat an der Hummelstraße gebaut. „Es ist stockfinster“, sagt er. Und er sieht darin eine echte Gefahr. „In der Neubausiedlung gibt es rund 50 Kinder. Umso erschreckender, dass sich nichts tut.“ Am Grillenweg stehen die Laternen bereits, „jedoch bleiben die Lampen nach wie vor dunkel“, so Christoph Ostendorf. Und an den anderen Straßen wurden die Laternen bisher noch nicht mal aufgestellt. „Wir als Anwohner fühlen uns von der Stadt Syke komplett im Stich gelassen“, sagt Christoph Ostendorf.

Da ist er allerdings auch an der falschen Adresse: „Wir übernehmen erst nach der erfolgten Endabnahme des Baugebiets“, sagt Bauamtsleiter Hein Sievers. „Bis dahin ist das sozusagen alles Privatbesitz. Erschließungsträger ist eine Firma aus Bremen.“

Konkret ist das die WB Projekt GmbH & Co. KG mit Sitz an der Betonstraße in Farge. Mit ihr hat die Stadt einen sogenannten städtebaulichen Vertrag geschlossen, in dem genau geregelt ist, wer wann was machen und bezahlen muss. „Fertigstellung ist laut Vertrag bis zum 31. 12. 2023“, sagt Hein Sievers. „So lange haben sie Zeit, alles fertigzubauen. Innerhalb von vier Wochen nach Anzeige der Fertigstellung muss die Stadt dann einen Abnahmetermin festsetzen.“ Gibt es da keine größeren Mängel, die der Erschließungsträger noch beheben muss, geht das Baugebiet in den Besitz der Stadt über. Aber eben erst dann.

Bis dahin müssen sich die Bewohner mit dem Erschließungsträger auseinandersetzen, ist Sievers’ Botschaft. Und im konkreten Zusammenhang weist er darauf hin: „Niemand hat einen Anspruch auf Straßenbeleuchtung! Das ist etwas, das auch Kommunen nur freiwillig machen.“

Diskret zwischengelagert: Hinter Trafo-Häuschen und Telefonverteiler liegen die Masten bereit, die im Baugebiet Nördlich der Moorheide die Straßenlaternen tragen sollen.

Tobias Wehmeyer ist das W bei der WB Projekt GmbH. Und er ärgert sich über Christoph Ostendorfs Beschwerde. „Wir sind dort tagtäglich bei Arbeit. Das ausführende Bauunternehmen koordiniert sich wöchentlich mit den Versorgern. Es gibt einen abgestimmten Ablaufplan, und an den halten sich alle. Es macht gar keinen Sinn, wenn wir den ändern und jetzt schon die Laternen anschließen würden. An einigen Häusern sind noch Arbeiten durchzuführen. Da müssen Lastwagen noch auf Grundstücke rangieren. Wenn die dabei dann die Laternen wieder umfahren, hat doch niemand was gewonnen.“

Wehmeyer empfindet Ostendorfs Beschwerde als ungerecht. „Wir nehmen so viel Rücksicht. Wir haben zum Beispiel von Anfang an die Erschließungsstraßen asphaltiert. Die Bauherrn konnten vom ersten Tag an trockenen Fußes ihre Häuser erreichen. Und wie viele Jahre müssen sie in anderen Baugebieten durch den Matsch waten?“ Und in Barrien lägen die Arbeiten darüber hinaus noch deutlich vor dem Zeitplan. „Wir hoffen, dass wir im Frühjahr schon die ganzen Straßen fertig haben“, sagt Wehmeyer.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Diepholz: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Hein Sievers bestätigt: Nördlich der Moorheide geht alles ganz außergewöhnlich flott. „Das klappt da wie am Schnürchen. So schnell haben wir in Syke noch nie ein Baugebiet fertig gekriegt. Westlich Sulinger Straße hat knapp 20 Jahre gedauert. Und an der Moorheide fehlen nur noch ein paar Grundstücke.“ Nach gerade mal zwei Jahren.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte

Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte

Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte
300 Meter langer Damm für Bassum

300 Meter langer Damm für Bassum

300 Meter langer Damm für Bassum
Impfen in Stuhr: Heiligenroder Hausarzt Piet Lueßen richtet eine Außenstelle ein

Impfen in Stuhr: Heiligenroder Hausarzt Piet Lueßen richtet eine Außenstelle ein

Impfen in Stuhr: Heiligenroder Hausarzt Piet Lueßen richtet eine Außenstelle ein
Weitere Impfteams im Kreis Diepholz kurz vor dem Start

Weitere Impfteams im Kreis Diepholz kurz vor dem Start

Weitere Impfteams im Kreis Diepholz kurz vor dem Start

Kommentare