Moorheide: Bis auf zwei Flächen alles weg / Kein zweiter Abschnitt

Es brummt im Baugebiet

In kurzer Zeit schon weit gediehen: Das Baugebiet Moorheide in Barrien.
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In kurzer Zeit schon weit gediehen: Das Baugebiet Moorheide in Barrien.

Barrien – Das Baugebiet Nördlich der Moorheide verspricht eine Erfolgsgeschichte zu werden. Dabei hatte es zuerst gar nicht danach ausgesehen.

Im Herbst 2019 hatte der Rat der Stadt die Satzung für dieses Baugebiet beschlossen. Dann kam der Winter, wo buchstäblich naturgemäß nicht viel gebaut werden kann. Und mit dem Frühjahr kam der Corona-Shutdown. Lediglich der vorab gebaute Kindergarten am der alten Sudweyher Straße stand zu diesem Zeitpunkt. Und jetzt: Innerhalb wenige Wochen sind auf praktisch allen Bauplätzen die Häuser beinahe wie die Pilze aus dem Boden geschossen. Auf etlichen Baustellen war sogar schon Richtfest. Und so fällt die Zwischenbilanz für Stadtplaner Wolfram Schneider fast durchgehen positiv aus.

Mehr als 30 Bauplätze stehen auf diesem Gebiet im Norden Barriens zur Verfügung. „Alle sind bereits vergeben“, sagt Schneider. „Die Stadt hat selber noch zwei Flächen dort. Die werden wir vorerst aber nicht bebauen.“ Für einige Grundstücke liegen die Bauanträge noch beim Landkreis zur Genehmigung. Da tut sich also derzeit noch nichts. Ansonsten prägen die Handwerker das Bild.

„Wir kriegen auch immer noch Anfragen, wie dort gebaut werden kann“, sagt Schneider. „Vom Kindergarten bis zum Bungalow ist da ja vieles möglich.“

Schneider selbst ist auch orivat öfter mal im Neubaugebiet unterwegs, zumal er praktisch fast nebenan wohnt. „Das Echo, das ich dann zu hören kriege, ist fast immer positiv“, erzählt er. „Es gibt aber tatsächlich auch Leute, die sich durch den Baustellenverkehr beeinträchtigt fühlen. Oder durch die vielen Leute, die sich das anschauen kommen.“

Rein abwicklungstechnisch lobt Schneider ausdrücklich die Kommunikation mit dem Investor, dem er ein vorbildliches Verhalten bescheinigt. „Insgesamt ist das ein sehr schönes Baugebiet, das Barrien abrundet. Eine super Ergänzung.“

Der einzige Wermutstropfen ist aus seiner stadtplanerischen Sicht: Dass der zweite Bauabschnitt nicht kommt – zumindest nicht auf absehbare Zeit. Die Pläne liegen in der Schublade und es könnte so losgehen. Jedoch: „Ein Grundbesitzer will partout nicht verkaufen“. sagt Schneider. Und weil dem erstens rund ein Drittel der für den zweiten Bauabschnitts vorgesehenen Gesamtfläche gehört und zweitens dieser Teil auch noch mittendrin liegt, gibt es laut Schneider keine Chance, den zweiten Abschnitt trotzdem zu realisieren.

Das wirkt sich auch auf ganz andere Bauplanungen aus: Ein Stück weiter nördlich grenzt das Plangebiet Westlich der Kieler Straße an. Die Stadt hatte eigentlich vor, den Baustellenverkehr dafür über den zweiten Bauabschnitt der Moorheide abzuwickeln, da die Zufahrt sonst sehr schwierig wäre. Das klappt nun aber nicht, und die Verwaltung muss sich etwas anderes einfallen lassen.

Bürgermeisterin Suse Laue sagt: „Wir sind in Verhandlungen mit der Straßenbaubehörde Nienburg, ob wir nicht eine Sondevereinbarung treffen können.“ Die Stadt möchte gerne eine Zufahrt direkt von der Landesstraße. Das ist außerhalb geschlossener Ortschaften normalerweise nicht möglich. „Nienburg würde eine Ausnahme machen“, sagt Laue. „Zeitlich befristet und nur für die Erschließungsmaßnahmen. Und wir müssten die Landesstraße reinigen.“

Von Michael Walter

Auf fast allen Bauplätzen bestimmen die Gerüste das Bild.

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