Erzähl-Café an der Waldstraße feiert in diesem Jahr seinen fünften Geburtstag

Wo die Leute zu Wort kommen

Johannes Huljus (r.) und Gerd Thiel mit dem aktuellen Erzähl-Café-Programm.
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Johannes Huljus (r.) und Gerd Thiel mit dem aktuellen Erzähl-Café-Programm.

Syke - Von Detlef Voges. Es ist eine Marke geworden, eine erfolgreiche: das Erzähl-Café im Café Alte Posthalterei (Waldstraße 3). Am 12. September feiert der „Sprössling“ des Vereins Rund ums Syker Rathaus seinen fünften Geburtstag mit viel Musik.

Bis dahin können die Gäste auch im fünften Jahr auf ein buntes Programm zugreifen an einem Ort, der öffentliches Café und Kulturcafé gleichermaßen ist. „Wir freuen uns auf Menschen, die was zu erzählen haben“, beschreibt Vereins-chef Johannes Huljus die Idee einer Vernetzung von Jung und Alt sowie eines Dialogs der Kulturen.

Das Frühjahr- und Sommerprogramm 2015 spiegelt diese Idee wider. Im Mittelpunkt steht das Thema „70 Jahre Kriegsende“ mit einer Ausstellung und Lesung. „Wir wollen innehalten und über 70 Jahre Frieden nachdenken“, sagt Vereins-Vize Gerd Thiel. Deutschland habe sich verändert, Syke auch.

Der lokale Wandel ist konkret Gegenstand der Reihe „Syker Geschichten“. Dort berichten zum Beispiel Zeitzeugen wie Ulf Walek oder Siegrid Mühl über Veränderungen in Syke, verbunden mit persönlichen Erinnerungen. Heinz Riepshoff beleuchtet den Wandel im Syker Stadtbild. Huljus erzählt seine Odyssee vom Hamburger zum Syker.

„Das hat alles ganz schön was gebracht in Syke“, bilanziert Gerd Thiel.

Die Leute zu Wort kommen zu lassen und ein guter Gastgeber zu sein – dieses Credo zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm. Auf reges Interesse gestoßen ist Ute Hopp-Meyers Philosophie-Café. Die Sykerin beschäftigt sich in diesem Jahr mit Fragen zum Glauben und zur Macht.

Feste Bestandteile des Programms sind das internationale Sprachen-Café, der internationale Frauen-Gesprächskreis, der internationale Mittagstisch und das internationale Sommerfest.

Aufmerksamkeit hat auch das Reparatur-Café der Bürgerstiftung erfahren. Dort wird nach alter Art repariert und nicht gleich weggeworfen.

Eine Fortsetzung findet das politische Angebot „Salz und Pfeffer“. Ein Mix aus Kulinarischem und politischer Plauderrunde. Hauptreferent ist in diesem Jahr Dr. Otto Schmuck. Das Mitglied des Präsidiums der Europa-Union Deutschland und Sprecher der Arbeitsgruppe „Zukunft der EU” plaudert mit Gerd Thiel über das Thema „Soll Deutschland mehr Verantwortung übernehmen in Europa und der Welt?“

Auf zwei Veranstaltungen unter dem Arbeitstitel „Internationales“ freut sich Huljus besonders: Dr. Norbert Grieb berichtet von einem medizinischen Hilfseinsatz in Eritrea, Anahita Latifi erzählt von ihrem Praktikum in Nepal und einem Projekt am Himalaya-Rand.

Musik im Café-Garten erklingt in diesem Jahr zweimal: Im Mai spielen die „Delta Crabs“, im September anlässlich des Geburtstags die „Schoolhouse Seven“. Ein gemeinsames Fest mit der Volkshochschule. „Wir feiern Geburtstag, die Volkshochschule ihren Semesterauftakt“, erklärt Huljus, der die gute Nachbarschaft mit Stadt und VHS betont sowie den guten Draht zu Bürgerstiftung, Gruppen und Verbänden. Das sei für beide Seiten eine Win-win-Situation.

Huljus nordet das Erzähl-Café nüchtern ein als einen Treffpunkt für Menschen, die aus ihrer Sicht etwas erzählen wollen. Keinesfalls ginge es um ein Forum für Fachvorträge oder Reiseberichte. Zum erweiterten Erzähl-Forum gehören auch Künstler. Das Café ist das ganze Jahr über Schauplatz von Ausstellungen.

Das Programm ist im Internet abrufbar unter

www.cafe-syke.de

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