Erstes Erntefest nach vierjähriger Unterbrechung: Gessel/Leerßen feiert mit großem Aufwand und großem Erfolg

Umzug durch den Ort – mit 19 liebevoll gestalteten Wagen

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Auch auf dem Wagen der Kirchengemeinde hatte man sich „in Schale geworfen“.

Von Heiner Büntemeyer. Nach vierjähriger Unterbrechung hatten die Gesseler offenbar wieder richtig Lust auf ein fröhliches Erntefest. Anders ist der große Aufwand, den die Organisatoren vom Dorfverein dafür auf sich nahmen, kaum zu erklären. „Aber es hat sich gelohnt“, versicherte Franz-Josef Schulte, der gemeinsam mit Claus Ahlers die Beiträge koordiniert hatte.

Dazu hatten auch die Besatzungen von 19 liebevoll geschmückten Erntewagen beigetragen. Dorfjugend, Sport- und Schützenverein, Nachbarschaften und auch die Kirchengemeinde hatten sehenswerte Motivwagen gebaut. Die „Fischeree“ hatte sogar ein lebensechtes Pferd vor einen Pflug gespannt, die Badmintonsparte eine Spielfläche dargestellt und die Kirchengemeinde einen Glockenturm errichtet, von dem herab eine Glocke bimmelte. Der Schützenverein PHL erinnerte an die 70er-Jahre mit Flower-Power und bunter Kleidung. Wer genauer hinsah, entdeckte an einem Wagen fantasievoll aus Rinde und Kirschlorbeer gestaltete Bäumchen, sah als Dekoration Früchte, Blumen, Getreide und Sträucher.

Einige Wagen wurden von sehr gepflegten Traktor-Oldtimern gezogen. Das älteste Modell war ein Hanomag R 16, Baujahr 1955, aber auch der Lanz und das Fendt-„Dieselross“ von 1956 waren wesentlich älter als ihre Passagiere.

Einen „Hingucker“ hatte Johann Lübmann aus Bramstedt mitgebracht: Einen seltenen MAN-Allradschlepper von 1960. Und dann waren da auch noch der schnuckelige „Deutz“, der sogar noch ein SY-Kennzeichen trug, sowie der mächtige IHC 1246, den Klaus Thoms aus Barrien vorgespannt hatte. Zum Festzug gehörten auch Fahrradgruppen, und Manfred Nienaber aus Barrien hatte sich sogar auf sein Hochrad geschwungen und war nach Leerßen gefahren.

Dort erreichte der Festzug nach mehr als sechs Kilometern und eineinhalb Stunden Fahrzeit auf dem Hof Glade sein Ziel. Hier hatte am Vormittag Pastorin Katja Hedel den Erntegottesdienst gehalten. Inzwischen hatten die Organisatoren die Scheune in ein Café verwandelt, Hüpfburg und Partyzelt aufgebaut, Seifenblasen- und Schminkecke eingerichtet und Parkplatz für die Erntewagen geschaffen, die die Gäste dort noch einmal betrachten konnten.

Nachdem die Dorfjugend den Erntekranz in die Scheune getragen hatte, sprachen Hilke Nadolny und Mike Hoops das plattdeutsche Erntegedicht. Anschließend bedankte sich „Josh“ Schulte bei allen, die an der Gestaltung des Festes beteiligt waren. Er zeigte in einer Projektion alte Fotos, die bei Veranstaltungen in Gessel und Leerßen aufgenommen wurden, während Musikanten aus Riede und Heiligenrode musizierten.

Auch Ortsbürgermeister Johann Hüneke begrüßte die Gäste. Sein ganz besonderer Dank galt Anita und Klaus Glade, die bei diesem Fest auf ihrem Hof großzügige Gastgeber waren. Ihnen überreichte er einen großen Korb voller Blumen und Gartenpflanzen.

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