Gymnasium schenkt dem Jubiläum keine Beachtung

Erster Syker Abitur-Jahrgang: Treffen nach einem halben Jahrhundert

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Sitzend v.l. die damaligen Lehrer Ekkart Scholz, Horst Kühnemann, Wolfgang Hiller, Eckart Topp und Dieter Paterkiewicz, dahinter die Ehemaligen aus den drei Klassen. 

Syke - Von Dieter Niederheide. Festlich war es, als im Juni 1967 das damalige Kreisgymnasium Syke, das gut sechs Jahre zuvor mit dem Unterricht gestartet war, den ersten Abiturienten das Reifezeugnis aushändigte. Fröhlich und voller Erinnerungen, zum Beispiel an den Abi-Ball im Schützenhaus, ging es zu, als sich jetzt 25 der damals 38 Absolventen der Klassen 13r (Aufbauzweig Realschule), 13s und 13m im Syker Maximilian beim Klassentreffen wiedersahen.

Mittendrin zur Freude aller: sechs der damaligen Lehrer. Vorbereitet hatten Ilona Leberl (Syke) und Eberhard Göbel (Schwarme) das Klassentreffen, bei dem die Ehemaligen bedauerten, dass das heutige Gymnasium dem Jubiläum (es war der erste Abi-Jahrgang des Gymnasiums) keine Beachtung schenkte. Erwartet, so Ilona Leberl, hatte man das schon. Es war ein kleiner Wermutstropfen.

Trotzdem wurde das Treffen für alle zu einem schönen Erlebnis. Die wohl weiteste Anreise hatte Hedwig Kröger (geborene Schmidt), die für die Reise aus und nach Altenstadt bei Füssen insgesamt rund 1 600 Kilometer auf sich nahm. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte sie: „Ich war damals die Jüngste und kam aus Mörsen. Das Abitur habe ich schon mit 17 gemacht und dann in Vechta das Lehramt studiert.“ Ihre Ansicht zum Klassentreffen: „Das ist ganz toll. Ein schönes Ereignis, da ist man gerne dabei.“

Ein Lob für seine ehemaligen Schüler hatte Dieter Paterkiewicz, der vor 50 Jahren Klassenlehrer der 13m war. „Man konnte die Schüler früher leicht motivieren, und sie waren sehr lerninteressiert“, erinnerte er sich.

Eberhard Göbel hat in seinem Besitz die Einladungskarte zum ersten Abiturientenball des Gymnasiums Syke, zu dem seinerzeit auch die Angehörigen eingeladen waren. Der Ball war am 14.  Juni im Schützenhaus, der Eintritt kostete drei Mark. Unterschrieben hatten die Einladungskarte der Schuleiter, Oberstudiendirektor Dr. Johannes Peter, sowie die Sprecher der Abiturientenklassen Peter Schröder, Rolf Vossmeyer und Hartmut Bornbusch.

Es wurde geschmunzelt, als Göbel jetzt die damals geäußerten Berufswünsche der Abiturienten vorlas, immerhin 50 Prozent hatten den Beruf Lehrer im Blick. Für viele von ihnen wurde der Lehrerberuf Wirklichkeit. Beispiel: Mitorganisatorin Ilona Leberl. Sie wurde Lehrerin, war bis zur Pensionierung Lehrerin in Bremen und unterrichtete unter anderem im Fach Deutsch. In der Begrüßungsrede stellte sie fest, dass jeder aus seinem Leben etwas Gutes gemacht hat. Nun gelte es abzuwarten, was noch kommt, und sich des Lebens zu freuen.

Grüße für die Ehemaligen gab es per Mail von einigen, die nicht dabei sein konnten, darunter ein Ehemaliger aus Südfrankreich. Zuletzt getroffen hatten sich die Ehemaligen vor zehn Jahren. Damals flog der aus Schwarme stammende Gerd Schwecke noch Jumbos – am Wochenende kam er in einem großen Wohnmobil zum Klassentreffen aus dem Raum Frankfurt. Eines wurde beim Klassentreffen 50 Jahre nach dem Abi klar: Es soll nicht das letzte Wiedersehen gewesen sein.

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