Erste-Hilfe-Kurs speziell für Eltern

„Man fühlt sich nicht so hilflos“

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Das richtige Verhalten im Notfall vermittelte DRK-Ausbilderin Petra Claus (r.) den Teilnehmern des Erste-Hilfe-Kurses im Kindergarten „Sternenhimmel“.

Von Heiner Büntemeyer. Ihren letzten Erste-Hilfe-Kurs hatte Silvia Blumenthal vor ihrer Führerscheinprüfung belegt. Das ist inzwischen einige Jahre her, und weil sie inzwischen Mutter von zwei Kindern im Alter von drei und sechs Jahren ist, freute sie sich über das Angebot, im Kindergarten „Sternenhimmel“ an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen zu können.

Gemeinsam mit acht weiteren Eltern beteiligte sie sich an diesem von DRK-Ausbilderin Petra Claus geleiteten Lehrgang, der inhaltlich speziell auf Eltern von kleineren Kindern abgestimmt war: In neun Unterrichtseinheiten lernten sie die Symptome eines Sonnenstiches und deren Behandlung kennen. Sie erfuhren, wie sie sich bei einer Unterkühlung, bei einem Knochenbruch oder einer Gehirnerschütterung ihres Kindes verhalten müssen und wie sie zu reagieren haben, wenn das Kind sich verschluckt hat.

Matthias Lippert nutzte als Vater dieses Angebot des Kindergartens ebenfalls. Glücklicherweise hatte er noch niemals eine Situation erlebt, in der er Erste-Hilfe-Kenntnisse benötigte. Auch Susanne König konnte sich nicht an eine derartige Situation erinnern, obgleich sie einige Jahre lang Pfadfindergruppen geleitet hatte. „Aber man fühlt sich dann nicht mehr so hilflos“, stellte sie fest.

Ähnlich waren auch die Motive der übrigen Teilnehmer, die bei diesem Kurs auch bereits einmal erlernte Erste-Hilfe-Kenntnisse wie beispielsweise die Stabile Seitenlage oder das Anlegen eines Druckverbandes wieder auffrischten:

Und sie lernten auch den Umgang mit einem Defibrillator. „Erst die Atemkontrolle, dann beatmen, dann drücken. Alles Weitere sagt ihnen der Defibrillator“, erklärte Petra Claus.

Obgleich diese Geräte für den Einsatz bei Erwachsenen ausgelegt sind, könnten im äußersten Notfall auch Kinder damit behandelt werden, beruhigte sie die Teilnehmer. Sie zeigte ihnen auch ein „Beatmungstuch“, das mühelos am Schlüsselanhänger mitgeführt werden kann und mit dem im Notfall der direkte Kontakt mit dem Verunglückten vermieden würde.

Etwas verwundert waren die Eltern darüber, dass sich nicht mehr als neun Eltern an diesem Kurs beteiligten. „Den Kindergarten besuchen mit Sicherheit mehr als neun Kinder“, bemerkte Matthias Lippert trocken.

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