Schülerinnen von der GTS Syke stellen Bilder beim Landeswettbewerb aus

Erfolgreich im Kunstmuseum Celle mit der „Erstaunten Maus“ und dem „Organbaum“

Hilal Bozkurt vor ihrem Bild „Organbaum“. Die Schülerin der R9B hat sich des Themas Baum bildhaft angenommen - Fotos: privat

Syke - Von Detlef Voges. Angefangen hat eigentlich alles mit einem Tintenklecks. Dass sich daraus ein prämiertes Kunstwerk beim Landeswettbewerb „Jugend gestaltet“ entwickeln würde, hätte Franziska Peitz, Schülerin der R10B der Syker Ganztagsschule (GTS), nicht gedacht. Ist aber so. Einen Preis gab es auch für die GTS-Schülerin Hilal Bozkurt aus der R9B. „Wir sind schon stolz auf die Preise“, meinte gestern Franziska Peitz.

Durchaus zu Recht. An dem 18. landesweiten Schülerwettbewerb „Jugend gestaltet“ haben immerhin Jugendliche aus 105 Schulen teilgenommen.

Über 1900 Arbeiten gingen ein. 180 wurden prämiert, darunter die Werke aus der GTS Syke: die Zeichnung „Erstaunte Maus“ von Franziska Peitz und das Aquarell der „Organbaum“ von Hilal Bozkurt. Zu sehen sind alle 180 Arbeiten noch bis zum 29. Mai im Kunstmuseum Celle. Sie habe schon immer gern gezeichnet, sagt Franziska Peitz. Den Kunstunterricht bei ihrer Lehrerin Nathalie Herrmann mag sie, weil sie dort auch andere Mal- und Zeichentechniken erlernen kann. So wie die mit dem größeren Tintenklecks, aus dem heraus sie zeichnerisch etwas entwickeln sollte.

„Ich habe mir den Fleck angeschaut und schon nach etwa drei Minuten gewusst, was ich zeichnen wollte. Ich habe das Motiv erkannt“, erklärt die Schülerin zu ihrer Zeichnung in der Größe 21 mal 30 Zentimetern.

Das Ergebnis erinnert an eine Karikatur in Schwarz-weiß, die eine Maus in etwas ungelenker Haltung zeigt. Eben erstaunt über etwas.

Franziska Peitz und ihre Zeichnung von der „Erstaunten Maus“ oben rechts auf dem Foto

Auch Hilal Bozkurt hatte im Kunstunterricht eine Vorgabe. Sie sollte sich malerisch des Themas Baum annehmen. Die Neuntklässlerin setzte das Thema nicht naturalistisch um, sondern bildhaft. Ihr „Organbaum“ ist eine Allegorie des menschlichen Aufbaus in Form eines Baums. Das Bild ist farbintensiv und überwiegend in der Farbe Rot gehalten. Expressiv wirkt es neben der Farbgebung auch und besonders durch die Komposition aus Adern und Organen wie Herz sowie Auge, Zähne und Zunge. Die Maße des Bildes: 46 mal 36 Zentimeter.

Die Arbeiten der beiden GTS-Schülerinnen befinden sich in guter Gesellschaft. Die Ausstellung lebt von der Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Die Bandbreite reicht von der Fotografie über Installationen, Plastiken und Videos bis hin zu Malerei und Zeichnung.

In diesen Genres zeigen sich die Macher überaus kreativ und teilweise erstaunlich qualitätsvoll.

Kein Wunder, dass die Veranstalter und Gastgeber sich über das Ergebnis freuen. Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt betont im Katalog die Talentförderung und bezeichnet den Wettbewerb „Jugend gestaltet“ als Erfolgsmodell.

Die Beschäftigung mit Kunst, das künstlerisch-kreative Arbeiten, ein Museumsbesuch, alles das trägt zur kulturellen Bildung, zur Sensibilisierung für die Dinge des Alltags und der Umwelt bei. Gerade in der heutigen Zeit, mit der ständigen Präsenz des Internets erscheint uns dieses von großer Wichtigkeit“, so Annelore Tonscheidt, Vorsitzende des Vereins „Jugend zeichnet und gestaltet“.

Juror Giso Westing lobt im Zusammenhang mit dem Wettbewerb auch den Stellenwert des Kunstunterrichts als Schule der Reflexion, des Denkens in Bildern und der Förderung der geistigen Kapazität durch die gestalerischen Übungen. „Zur Bildung gehört eben wesentlich mehr als nur das einseitige Abrichten zur späteren beruflichen Qualifikation“, so Westing.

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