Das Erdinnere ist eine Mini-Bar

Kuriose Funde auf Kuddelmuddelmarkt

Die 22. Ausgabe des Kuddelmuddelmarkts hatte wieder jede Menge zu bieten. Foto: Ehlers
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Die 22. Ausgabe des Kuddelmuddelmarkts hatte wieder jede Menge zu bieten.

Wachendorf - Von Dieter Niederheide. Man mag noch nicht dran denken, wird aber trotzdem schon damit konfrontiert: Weihnachten. Und zwar auf dem 22. Kuddelmarkt-Markt in Wachendorf.

Bei einem Flohmarktbeschicker schauten Weihnachtsmänner oder Nikoläuse noch etwas verschämt aus einem Karton, bei einem anderen gab es leuchtend rote Weihnachtskugeln und ein anderer Anbieter pries großflächige Dekobretter mit der Auf schrift „Fröhliche Weihnachten und ein glückliches neues Jahr“ an.

Eine Dame hatte reichlich Wollgarderobe zu verkaufen und riet einer jungen Frau, die sich ein Paar Wollhandschuh ansah: „Greifen Sie zu, ist doch ein passendes Weihnachtsgeschenk.“ Und die Kundin griff zu.

Weihnachten naht tatsächlich. Erstaunlich ist, was auf einem Flohmarkt so alles angeboten wird, von alten riesigen Hobeln für Holzarbeiten über uraltes Handwerkszeug und angerosteten Schrauben bis hin zu Kinderwagen, von denen eine Besucherin meinte: „Da würde ich nicht einmal meine Katze mit spazierenfahren.“

Andere Anbieter hatten hingegen richtige Schätze auf ihren Ständen ausgebreitet, zum Beispiel hübsche alte Porzellanteile, Bilder von der See oder uralte Bücher wie Gedichtbände, die manch einer gerne im Bücherschrank hätte.

Nicht zu vergessen die Langspielplatten vergangener Zeiten. Für den einen oder anderen Sammler könnte die LP der Comedian Harmonists aus der Zeit um 1930 ein Objekt gewesen sein. Für rund 28 Euro war Winnetou zu Pferde und mit Pfeil und Bogen zu haben, während ein vermutlich auf alt getrimmter Babystuhl für weniger zu erwerben war. Das gekaufte Ware nicht mehr umtauschbar ist, machte ein Händler mit einem Schild sehr deutlich.

Wer sich näher mit der großen Erdkugel, die Länder der Erde noch gut lesbar, beschäftigte, stellte fest, dass das Erdinnere nichts weiter als eine Minibar ist. Für 70 Euro war sie von einem Anbieter aus Sörhausen zu haben.

Manfred Rinas, Johann Meyer und Hans-Hermann Lindhorst von den veranstaltenden Förderern des Bürgervereins freuten sich über die rekordverdächtige Zahl der Stände und über die Tatsache, dass das Frühstück zum Beginn des Kuddelmuddelmarktes immer mehr zum Renner wird. Es waren rund 150 Personen aus der Region, die am Frühstück teilnahmen, das von den Wachendorferinnen wieder bestens bestückt worden war.

Manche Eltern freuten sich, dass sie ruhig das Marktgeschehen erleben konnten, während ihre Kleinen im Kinderhort von Kindergärtnerin Inge Lindhorst gut aufgehoben waren. Eines der i-Tüpfelchen setzte dann die Brass Band Wachendorf, die ab dem frühem Nachmittag aufspielte.

Und wer profitiert vom 22. Kuddelmarktmarkt? Wie Manfred Rinas und Johann Meyer verrieten, soll von dem Geld, das unterm Strich übrig bleibt, ein Abstellbereich für das Dorfgemeinschaftshaus eingerichtet werden.

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