Equal-Pay-Day am 20. März: Ungerechtigkeiten bei Gehältern nicht hinnehmen

Deutsche Frauen arbeiten 79 Tage umsonst

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Die Gleichstellungsbeauftragten (v.l.) Kathrin Stern (Syke), Anke Harzmeier (Sulingen) und Christina Scheele (Weyhe) haben mit den Frauen des Sozialverbandes, Lisa Schmidt (Kreisfrauensprecherin SoVD-Kreisverband Diepholz), Margret Evers (Frauensprecherin SoVD Syke) und Monika Hadeler (Vorsitzende SoVD Syke) ein Programm für den Equal-Pay-Day organisiert.

Landkreis Diepholz - Von Anika Bokelmann. 79 Tage arbeiten deutsche Frauen im Schnitt umsonst. Diese Zeit müssen sie mehr im Beruf erbringen, um rein rechnerisch auf das Jahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Daher ist am 20. März der bundesweite Equal-Pay-Day, um auf die Entgeltungleichheit aufmerksam zu machen. „Das persönliche Silvester der Frauen“, umschreibt Sykes Gleichstellungsbeauftragte Kathrin Stern den Aktionstag.

Bei 22 Prozent liegt der Unterschied bei den Gehältern in Deutschland aktuell. 15,56 Euro brutto verdienen Frauen etwa in der Stunde, während Männer auf 19,84 Euro kommen. „Damit ist Deutschland eines der Schlusslichter in der Europäischen Union“, weiß Christina Scheele. Stuhrs Gleichstellungsbeauftragte sieht das Problem in den strukturellen Rahmenbedingungen – sprich den traditionellen Frauenberufen und dem Rollenverständnis.

„Mit dieser Situation wollen wir uns nicht zufrieden geben“, sagt Stern und hofft auf viele Interessierte, die am Freitag, 20. März, zu der Aktion kommen, die die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Diepholz und der Sozialverband (SoVD) Kreisverband Diepholz ins Leben gerufen haben: Um 8.15 Uhr soll es ein Frühstück im Sulinger Gasthaus Dahlskamp geben, zu dem Kornelia Knieper eingeladen ist. Die Diplom-Soziologin und stellvertretende Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Bremen-Nordniedersachsen wird über Lohnungleichheit sprechen. Aus Nord- und Südkreis steuern auch Busse die Gaststätte an.

Anschließend, um 10 Uhr, startet ein Bus nach Hannover. Dort beteiligen sich die Frauen und auch Männer an der Großkundgebung zum Equal-Pay-Day. Da die Bezahlung sowie Transparenz von Gehältern „immer noch eine große Baustelle ist, sollen alle Teilnehmer entsprechend ausgestattet sein“, ruft Kathrin Stern dazu auf, Warnwesten, Bauhelme und Ähnliches mitzubringen. Die Rückfahrt aus der Landeshauptstadt ist für 16 Uhr vorgesehen. Anmeldeschluss für die Veranstaltung ist der 6. März. Sobald der Kostenbeitrag von 20 Euro (Frühstück und Hannover) beziehungsweise 10 Euro (nur Frühstück) auf dem Konto der Stadt Sulingen (KSK Sulingen; IBAN DE21256513250030102297; BIC BRLADE21DHZ; Verwendungszweck EPD2015 und Haltestelle) eingegangen ist, gilt die Teilnahme als bestätigt. Für Infos stehen die Organisatorinnen telefonisch zur Verfügung: Anke Harzmeier (04271/8820), Kathrin Stern (04242/164540), Lisa Schmidt (04271/1590), Monika Hadeler (04242/5437) und Margret Evers (04242/ 1428).

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