Rat entscheidet über Flüchtlingsarbeit

Kein runder Tisch – aber zwei Stellen

Syke - Brauchen wir in Syke einen Runden Tisch zur Erstellung eines Integrationskonzepts für Flüchtlinge? – Die Mehrheit des Rats sagt dazu nein. Mit 13 zu 17 Stimmen sind SPD und Grüne am Donnerstag mit einem entsprechenden Antrag abgeblitzt. Nicht weil die Mehrheit keine Notwendigkeit für ein Integrationskonzept sieht, sondern weil sie glaubt, dass dies bereits an anderer Stelle erarbeitet wird.

Bereits bei einem früheren Tagesordnungspunkt hatte Bürgermeisterin Suse Laue auf das Netzwerk zur Flüchtlingsintegration hingewiesen, in dem praktisch alle Syker Gruppen und Organisationen miteinander in Kontakt sind, die mit Flüchtlingsarbeit zu tun haben. Unter anderem alle Syker Schulen, kirchliche Einrichtungen, Lions Club, Syker Tafel, Bürgerstiftung, Arbeiterwohlfahrt, Löwenherz, Lebenshilfe, das Rote Kreuz, zahlreiche Vereine sowie die islamische DITIB Gemeinde, der Integrationsbeirat, Vertreter der politischen Parteien und viele andere mehr.

„Wir halten es für kontraproduktiv, wenn wir dazu eine Parallelentwicklung starten“, erklärte Wilken Hartje (CDU). „Es klappt alles wunderbar, und wir möchten nicht das Engagement der Menschen dort in Frage stellen.“ Rückendeckung erhielt er unter anderem von Wolfgang Reß (SykePlus): „Wir sollten keinen Wasserkopf schaffen für Dinge, die bereits getan werden.“

Das nächste Netzwerktreffen ist übrigens am Montag um 18Uhr im Rathaus.

Einstimmig und ohne Debatte bewilligte der Rat hingegen zusätzliche Stellen für die Flüchtlingsbetreuung. Zum einen verlängerte er eine zum Jahresende auslaufende Halbzeitstelle um weitere zwei Jahre. Zum anderen kann die Stadt eine weitere Vollzeitkraft für Aufgaben im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen einstellen. Dadurch entstehen jährlich Personalkosten von rund 38000 Euro. Bei Einstellung eines Langzeitarbeitslosen würden Zuschüsse gewährt.

mwa

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