Engagierte Aufführung der Heiligenfelder Grundschüler leidet unter schlechter Akustik und hohen Temperaturen

Ein brütend heißer Sommernachtstraum

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Der „Sommernachtstraum“ im Heiligenfelder DGH.

Von Dagmar Voss. Die Idee war klasse, die Ausführung jedoch ließ zu wünschen übrig: Bei der Aufführung „Ein Sommernachtstraum“ im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) bemühten sich die gut 20 Grundschulkinder sicher sehr. Auch Kulisse und Handlung waren gelungen. Doch leider konnten die Anwesenden dem Geschehen höchstens in den ersten Reihen folgen, weiter hinten waren nur noch Wortfetzen zu verstehen.

Wer also nicht eh schon Shakespeare-Fan war, stand oder saß vor einem bunt bebilderten Rätsel. Immerhin trauten sich die jungen Besucher gegen Ende nach vorne, um wenigstens noch ein wenig von den Ereignissen auf der Bühne mitzubekommen.

Zuvor und zwischendrin tanzten kleine Elfen über die Bühne und durch den Saal, schräge Kostümierungen mit blinkenden Sonnenbrillen und Lederoutfits amüsierten das Publikum, aber an dem Verständnis für den Ablauf änderte das leider wenig.

Das Stück spielt zur Sommerzeit im antiken Athen und in einem an die Stadt angrenzenden verzauberten Wald. Es handelt von den Umständen der Hochzeit eines Herrscherpaares. In dem Verwirrspiel um Liebe haben die männlichen Athener Demetrius und Lysander sowie Oberon und Zettel im Zauberwald, und die weiblichen Protagonisten Hermia, Helena und die Elfenkönigin Titania Hauptrollen.

Drei Wesen, wahrscheinlich Pucks, versuchten, den Gästen der Komödie nach Shakespeare den Inhalt nahe zu bringen. Da unterhielten sich zwischen Bäumchen die einen, während die anderen vor geschlossenem Vorhang ihre Überlegungen anstellten. Vermutlich die Handwerker, die bei Shakespeare im Wald ihr Hochzeitsgeschenk proben, das Schauspiel um Pyramus und Thisbe.

Immerhin wurde manches auch ohne Worte begreiflich, so das Ende – erkennbar durch Schilder mit der Beschriftung „Happy End“ –, bei dem drei Brautpaare auf der Bühne saßen, während die Elfen tanzten. Und ein Puck darum bat, man solle so tun, als sei alles nur ein Traum gewesen, wenn es nicht gefallen habe. Andernfalls der unmissverständliche auf ein Pappschild geschriebene Vorschlag „Applaus“. Den gab es reichlich und verdient, denn es gehörte schon Standhaftigkeit dazu, im aufgeheizten DGH unentwegt zu agieren.

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