Energiegewinnende Beschichtung bringt Schülergruppe Sieg beim Gründerpreis

Der Lack der Zukunft

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Stolz präsentieren die Mitglieder der Gruppe „Sunlux“ ihre Urkunden. V.r.: Konrad Faldorf, Fabian Mestwerdt, Philipp Parchmann, Hannes Thiesfeld, Lehrerin Silke Hillermann, KSK-Marketing-Chef Ralf Warneke, Gründerpreis-Betreuerin Nina Mancuso.

Syke - Von Frank Jaursch. Salz streuende Leitpfosten, energiegewinnender Lack, elektronische Autofahrer-Wachmacher, Arznei-Drohnen oder Fingerabdruck-Türöffner: Wer nach innovativen Produkt-Ideen sucht, muss sich einfach die Syker Beiträge des Deutschen Gründerpreises für Schüler ansehen.

Die beste Syker Idee hat es bundesweit unter die Top 30 geschafft – und landete niedersachsenweit auf Platz zwei. Gestern erhielten die Sieger des Existenzgründer-Planspiels in der Kreissparkasse (KSK) ihre Preise.

Für die Initiatoren ZDF, Porsche, Stern und Sparkassen geht es bei dem Wettbewerb vor allem darum, Spaß und Verständnis für das unternehmerische Handeln zu wecken, erklärte KSK-Marketingleiter Ralf Warneke. Das hat offensichtlich in Syke gut funktioniert: Beeindruckende 19 Teams des Fachgymnasiums nahmen in diesem Jahr an dem Wettbewerb teil.

Alle Gruppen hatten über vier Monate verschiedene Aufgaben zu lösen, unterstützt von engagierten Lehrkräften und von „Paten“ aus echten Unternehmen. Die besten drei Gruppen erhielten einen Preis – und hatten die Möglichkeit, ihr Konzept den gut 100 Zuschauern zu präsentieren.

Den reifsten Eindruck machte das Siegerteam „Sunlux“. Ihr Erfolgsrezept ist eine klarlack-artige Oberflächenbeschichtung, die in der Lage ist, durch Absorption von Sonnenlicht Energie zu gewinnen.

Anschaulich umriss die Präsentation von Konrad Falldorf, Hannes Thiesfeld, Fabian Mestwerdt und Philipp Parchmann, welches Potenzial hinter ihrer Geschäftsidee steckt. Das Quartett war von Anfang an mit großem Einsatz dabei. „Die Gruppe hatte sich schon viel früher gebildet“, berichtet Parchmann. Wichtig sei dabei gewesen, ein Produkt mit einem echten Kundennutzen zu konzipieren. „Wir wollten was verändern“, so Parchmann.

Wie nahe ihre Idee an der Wirklichkeit ist, entdeckten die vier Schüler im Laufe ihrer Recherchen. „Mercedes forscht wohl derzeit an etwas ganz Ähnlichem“, betonte Fabian Mestwerdt. Tatsächlich sah das Siegerteam die Automobilbranche als größte Zielgruppe an. Ein Auto, das die Energie zum Fahren direkt aus dem eigenen Lack gewinnt – was für eine Idee.

Mit ihrer Aufgabenlösung distanzierten die Syker Schüler ihre Konkurrenz: Das Team „Eagle Eye“, das eine Sprach-Lernplattform mit Webcam-Austausch konzipierte, belegte Platz zwei, den dritten Rang holte das Team „Sighttec“ mit einer innovativen Hörgerät-Smartphone-Kombination für blinde Menschen.

Für das Siegerteam gab es von der KSK 300 Euro – und weitere 750 Euro für den zweiten Platz in Niedersachsen. Ein stolzer Preis – aber wohlverdient, wenn man das Engagement der Gruppe bedenkt. „Wenn man das ordentlich abschließen will“, so Falldorf, „muss man viel Zeit investieren.“

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